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Containermischer auf Roboter-Basis

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03.04.2017 Ausfallzeiten entstehen beim Betrieb von Mischern vor allem für das Reinigen herkömmlicher, starr konfigurierter Systeme beim Rezepturwechsel. Beim neuen Containermischer auf Roboter-Basis C tec Pro von MTI Mischtechnik entfallen die bisher ebenso unvermeidbaren wie teuren Ausfallzeiten.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Der neue Containermischer ermöglicht eine nahezu unterbrechungsfreie Produktion, da der Mischbehälter separat von der Maschinenbasis gereinigt wird.
  • Mischrezepte lassen sich mit dem System frei kombinieren.
  • Die Maschine kann anstelle einer Investitionsfinanzierung auch im Rahmen eines Full-Service-Konzepts auf monatlicher Basis betrieben werden.

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Statt auf die Reinigung zu warten, greift sich der Roboter dieses Containermischers einfach den nächsten Behälter. Bild: MTI Mischtechnik

Ausfallzeiten entstehen beim Betrieb von Mischern vor allem für das Reinigen herkömmlicher, starr konfigurierter Systeme beim Rezepturwechsel. Beim neuen Containermischer auf Roboter-Basis C tec Pro von MTI Mischtechnik entfallen die bisher ebenso unvermeidbaren wie teuren Ausfallzeiten. Statt dessen greift sich der Roboter einfach den nächsten Behälter mit Deckel und Mischwerkzeug und startet unverzüglich den nachfolgenden Mischauftrag. Dies ermöglicht einen nahezu unterbrechungsfreien Betrieb und damit erhebliche Steigerungen der Chargenanzahl pro Zeiteinheit. Dabei lassen sich die Containergröße und die Mischwerkzeugkonfiguration individuell an die Anforderungen anpassen und für die Produktionsmenge jeder einzelnen Charge optimieren. Der hohe Automatisationsgrad sorgt für die Umsetzung der möglichen Zeiteinsparungen in die Realität des Alltagsbetriebs, unabhängig von der Chargenzahl.

Bei dem vollständig automatisierten Containermischer sind Mischbehältersystem und Maschinenbasis komplett getrennt. Alle Mischprozesse laufen ohne manuelle Produktionsschritte ab. Zur Vorbereitung wird die jeweilige Rezeptur verwogen und der Container dann an einer zentralen Aufgabestation abgestellt, von wo der Containermischer den jeweils vordersten aufnimmt. Von diesem Zeitpunkt an arbeitet er vollautomatisch den jeweiligen Mischprozess individuell ab, bis er den Container nach Abschluss des Vorgangs wieder in einer Abgabestation bereitstellt. Ein Schlüsselelement dafür ist – neben dem anwendungsspezifisch optimierten Industrieroboter von Kuka – der neuartige Containerdeckel mit integrierter Mischerwelle für die Aufnahme unterschiedlichster Mischwerkzeugkonfigurationen. Er ermöglicht ein vollständig geschlossenes System, in dem das Mischen erfolgt – mit dem für die jeweilige Charge individuell festgelegten Mischwerkzeug oder auch ganz ohne, sofern für die Rezeptur vorgewählt.

Mischrezepte frei kombinierbar

Christian Honemeyer, Geschäftsführer des Detmolder Familienunternehmens: „Das geschlossene Konzept des C tec Pro ermöglicht dem gegenüber die frei wählbare Kombination unterschiedlicher Mischrezepte. So ist beispielsweise der Wechsel von Schwarz zu Weiß ohne Stillstand der Maschine möglich. Zugleich ordnet sich der neue Mischer nahtlos in die Welt der Industrie 4.0 ein, denn die Anzahl der Freiheitsgrade in der Prozessführung lässt beispielsweise eine automatisierte Anpassung an wechselnde Rohstoffeigenschaften zu.“
Weil sich unterschiedliche Behältervolumen von 100 bis 600 l frei wählbar kombinieren lassen, kann ein Containermischer im Tagesbetrieb mehrere konventionelle Containermischer und zugleich unterschiedliche Maschinengrößen ersetzen. Das macht die Produktionsplanung trotz höherer Kapazität und Flexibilität deutlich weniger komplex. Und weil jeweils mit dem optimalen Füllgrad gearbeitet wird, resultiert daraus nicht nur eine konstant hervorragende Mischqualität, auch die Zahl der benötigten Container sinkt.

Full-Service-Konzept-Finanzierung statt Investition

Honemeyer: „Mit dem Containermischer geben wir unseren Kunden ein System zur signifikanten Produktivitätssteigerung auf das Drei- bis Vierfache in die Hand. Zudem eröffnen wir ihnen auch Wege zur Optimierung ihrer Personalsituation. Diese ist bei Einsatz konventioneller, von viel Handarbeit geprägter Systeme oft durch eine hohe Fluktuation und einen Mangel an verfügbarem qualifiziertem Personal gekennzeichnet. Unser neuer Batchmischer schafft ein saubereres Arbeitsumfeld, ermöglicht eine deutliche Personalreduktion und trägt somit zu einer noch weiter verbesserten Kostenstruktur der Produktionslinie bei.“

Auch bei der Finanzierung des Mischers geht der Hersteller neue Wege. An Stelle einmaliger Anschaffungskosten stellt das Unternehmen Betreibern der neuen Batchmischer die System- und Servicekosten monatlich im Rahmen eines Full-Service-Konzepts in Rechnung. Dieses schließt alle Ersatz- und Verschleißteile für die Dauer von 36 Monaten ebenso ein wie eine jährliche vorbeugende Wartung und den Online-Support durch Spezialisten am Firmensitz in Detmold.

Heftausgabe: April 2017

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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