Armaturen rauf, Maschinen runter

CT-Baupreisindex Chemieanlagen

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18.02.2016 Die Preisentwicklung für Anlagengewerke driftet auseinander. Mit diesem knappen Resümee lässt sich die Entwicklung der Baupreise für Chemieanlagen über die letzten Jahre auf den Punkt bringen.

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Entscheider-Facts Für Planer und Betreiber

  • Für Investoren und Anlagenbauer haben sich Chemieanlagen insgesamt im vergangenen Jahr um ein Prozent verteuert.
  • Der Langzeittrend setzt sich auch bei den einzelnen Gewerken, aus denen sich der Gesamtindex bildet, relativ konstant fort.
  • Deutlich größer sind die Abweichungen zwischen den einzelnen Quartalen: So sind Apparate und Maschinen zwischen November und August 2015 um 0,6 Prozent billiger geworden.

Während beispielsweise Apparate und Maschinen im Jahresdurchschnitt des Jahres 2015 gegenüber 2014 sich leicht verbilligt haben (-0,14 Prozent), wurden Rohrleitungen und Armaturen um 2 Prozent teurer.

Preisentwicklung seit vier Jahren linear und moderat

Für Investoren und Anlagenbauer haben sich Chemieanlagen insgesamt im vergangenen Jahr um ein Prozent verteuert. Die Preissteigerung ist damit nun über drei Jahre konstant geblieben. Und der Langzeittrend setzt sich auch bei den einzelnen Gewerken, aus denen sich der Gesamtindex bildet, relativ konstant fort: MSR-Einrichtungen sind in den vergangenen vier Jahren jährlich zwischen 1,6 und 1,9 Prozent teurer geworden, Elektrotechnische Ausrüstung zeigte eine Preissteigerung zwischen 1,7 und 2,4 Prozent (2015: 2,0 Prozent), die Bauteilkosten liegen seit 2013 zwischen 1,6 und 1,7 Prozent. Lediglich bei Malerarbeiten und Beschichtungen schwanken die Preise etwas stärker – zwischen 0,9 und 1,6 Prozent (2014/2015).

Schwankungen von Quartal zu Quartal

Deutlich größer sind die Abweichungen zwischen den einzelnen Quartalen: So sind Apparate und Maschinen zwischen November und August 2015 um 0,6 Prozent billiger geworden, der Gesamtpreis für Chemieanlagen blieb dagegen in diesem Zeitraum konstant.

Der CT-Preisindex für Chemieanlagen wird vierteljährlich aktualisiert. Er dient als Trendbarometer für Planer von Chemieanlagen sowie Betreiber, die die Kosten von Projekten näherungsweise abschätzen wollen. Im CT-Preisindex werden nach einer von H. Kölbel und J. Schulze entwickelten Methode die Gewerke Apparate und Maschinen, Rohrleitungen und Armaturen, MSR-Einrichtungen, Isolierung und Anstrich, elektrotechnische Ausrüstung sowie Bauteilkosten zu einem Index berechnet, dessen Basis das Jahr 2010 (=100) bildet. Aus der Gewichtung der Einzelgewerke resultiert ein Index für die Preisentwicklung von Chemieanlagen. SpecialAnlagenbau012016

Die detaillierten Daten senden wir Ihnen per E-Mail gegen Rechnung gerne zu. Zahlende Abonnenten der CHEMIE TECHNIK erhalten den Preisindex kostenlos. Anfragen an: susanne.berger@huethig.de

Weitere Beiträge zum Baupreisindex der CT

Heftausgabe: Januar/Februar 2016

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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