Aufwärtstrend bleibt stabil

CT-Baupreisindex für Chemieanlagen

Anlagenbau
Chemie
Pharma
Ausrüster
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

10.02.2017 Die Preise bei Apparaten und Maschinen sind weiter im Aufwind. Hatten wir zwischen Februar 2015 und Mai 2016 von Quartal zu Quartal immer einen Preisrückgang verzeichnet, so zeichnet sich seit einem halben Jahr nun wieder eine Teuerung im für Chemieanlagen am stärksten gewichteten Gewerk ab.

Anzeige

Entscheider-Facts für Planer

  • Seit einem halben Jahr zeichnet sich wieder eine Teuerung im für Chemieanlagen am stärksten gewichteten Gewerk „Apparate und Maschinen“ ab.
  • Die Preise für elektrotechnische Ausrüstung, Rohrleitungen und Armaturen sowie für MSR-Einrichtungen stiegen zuletzt um jeweils zirka 0,6 %.
  • Die positive Gesamtentwicklung ist offenbar ein Indikator für die gesamte Projekttätigkeit im europäischen Raum.

Um 0,7 % legten die „Schwergewichte“ in Chemieanlagenprojekten zuletzt (Quartal zwischen August und November 2016) zu und zogen damit auch den Gesamtindex für Chemieanlagen nach oben (+0,55 %). Auch alle anderen Gewerke haben sich verteuert: So stiegen die Preise für elektrotechnische Ausrüstung, Rohrleitungen und Armaturen sowie für MSR-Einrichtungen zuletzt um jeweils zirka 0,6 %. Bauteilkosten sowie die Aufwendungen für Isolierung und Anstrich stiegen nur geringfügig um 0,3 %.

Ein anderes Bild zeigt sich beim Vergleich der Jahresdurchschnittswerte: Apparate und Maschinen sind im Vergleich zwischen 2016 zu 2015 um 1,3 % billiger geworden, die anderen Gewerke dagegen um rund 2 % teurer. Im Jahresdurchschnitt haben sich Chemieanlagen insgesamt um 0,9 % verteuert.

Die positive Gesamtentwicklung ist offenbar ein Indikator für die gesamte Projekttätigkeit im europäischen Raum – diese zeigt sich zuletzt robuster als die weltweite Entwicklung, die nach wie vor stark von den Rückgängen bei Explorationsprojekten im Öl- und Gassektor geprägt ist. Insbesondere die Chemiebranche hat für viele Lieferanten von Anlagenkomponenten wieder stärker an Bedeutung gewonnen, nachdem sich die großen Öl- und Gaskonzerne aufgrund des gesunkenen Ölpreises eine strikte Ausgabendisziplin verordnet haben.

Vierteljährig aktualisiertes Trendbarometer

Der CT-Preisindex für Chemieanlagen wird vierteljährlich aktualisiert. Er dient als Trendbarometer für Planer von Chemieanlagen sowie Betreiber, die die Kosten von Projekten näherungsweise abschätzen wollen. Im CT-Preisindex werden nach einer von H. Kölbel und J. Schulze entwickelten Methode die Gewerke Apparate und Maschinen, Rohrleitungen und Armaturen, MSR-Einrichtungen, Isolierung und Anstrich, elektrotechnische Ausrüstung sowie Bauteilkosten zu einem Index berechnet, dessen Basis das Jahr 2010 (=100) bildet. Aus der Gewichtung der Einzelgewerke resultiert ein Index für die Preisentwicklung von Chemieanlagen.

Die detaillierten Daten senden wir Ihnen per E-Mail gegen Rechnung gerne zu. Zahlende Abonnenten der CHEMIE TECHNIK erhalten den Preisindex kostenlos. Anfragen an: susanne.berger@huethig.de.

Weitere CT-Artikel zum Baupreisindex Chemieanlagen.

Heftausgabe: Januar/Februar 2017
Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK

Über den Autor

Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK
Loader-Icon