CT-Baupreisindex Chemieanlagen - Trendwende vollzogen

CT-Preisindex

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13.11.2015 Die Teuerung schwächt sich ab. Im vergangenen Betrachtungszeitraum – dem Quartal zwischen Mai und August 2015 – haben sich Chemieanlagen nur marginal verteuert: Lediglich um 0,1 Prozent legte der Chemieanlagen-Baupreisindex zu. Auch schon zuvor lag die Teuerung  mit 0,2 Prozent nur unwesentlich höher. Im Jahresvergleich zwischen August 2015 und August 2014 erzielten die Anbieter von Anlagenausrüstung im Durchschnitt lediglich 0,9 Prozent höhere Preise. Im Vergleich Mai 2015/Mai2014 war es noch ein Plus von 1,3 Prozent.

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Entscheider-Facts Für Planer

  • Chemieanlagen sind zuletzt nur marginal teurer geworden. Im Quartalsvergleich legten die Preise um durchschnittlich 0,1 Prozent zu.
  • Der stärkste Preisrückgang war im Gewerk Apparate und Maschinen zu verzeichnen.
  • Die Entwicklung zwischen den einzelnen, im Gesamtindex zusammengefassten Gewerken ist recht unterschiedlich. Bei MSR-Einrichtungen bewegen sich die Preise seitwärts.

November 2015

Bild: bluedesign – Fotolia

Große Unterschiede zwischen den einzelnen Gewerken
Für die einzelnen Gewerke, die im Baupreisindex gewichtet werden, war der Trend zum Teil ziemlich unterschiedlich. Im umsatzstärksten Gewerk Apparate und Maschinen, das mit rund einem Drittel im Gesamtindex abgebildet wird, war die Preisentwicklung nach einer kurzen Erholung zwischen Februar und Mai wieder rückläufig: Im Quartalsvergleich sank die Teuerung von 0,5 Prozent auf -0,6 Prozent. Im Bild rechts oben haben wir die Veränderungen in den Gewerken und Quartalen zum jeweiligen Vorquartal dargestellt. Die Grafik zeigt deutlich, wie volatil die Situation für die verschiedenen Gewerke ist. Während im Bild links daneben für die meisten Arbeiten und Komponenten ein seit Jahren stetiger Aufwärtstrend zu beobachten ist, treten zwischen den Quartalen zum Teil deutliche Schwankungen auf.

Abwärtstrend bei Apparaten und Maschinen
Den stabilsten Aufwärtstrend zeigen die Leistungen im Bereich Isolierung und Anstrich. Der stärkste Abwärtstrend ist bei Apparate und Maschinen sowie bei elektrotechnischer Ausrüstung zu beobachten. Die Gewerke Bauteilkosten und MSR-Einrichtungen zeigten zuletzt eine Seitwärtsbewegung.

Der CT-Preisindex für Chemieanlagen wird vierteljährlich aktualisiert. Er dient als Trendbarometer für Planer von Chemieanlagen sowie Betreiber, die die Kosten von Projekten näherungsweise abschätzen wollen. Im CT-Preisindex werden nach einer von H. Kölbel und J. Schulze entwickelten Methode die Gewerke Apparate und Maschinen, Rohrleitungen und Armaturen, MSR-Einrichtungen, Isolierung und Anstrich, elektrotechnische Ausrüstung sowie Bauteilkosten zu einem Index berechnet, dessen Basis das Jahr 2010 (=100) bildet. Aus der Gewichtung der Einzelgewerke resultiert ein Index für die Preisentwicklung von Chemieanlagen.

Die detaillierten Daten senden wir Ihnen per E-Mail gegen Rechnung gerne zu. Zahlende Abonnenten der CHEMIE TECHNIK erhalten den Preisindex kostenlos. Anfragen an: susanne.berger@huethig.de

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Heftausgabe: November 2015

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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