Die Dosis macht's

CT-Produktfokus Dosierarmaturen für Schüttgüter

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28.09.2011 Klappen, Hähne, Schieber, Schleusen – ohne sie läuft nichts in der Schüttgutverarbeitung. Doch neben der Technik sind mehr denn je Preis und Leistung die entscheidenden Kriterien. Was gibt‘s Neues an der Armaturenfront? Die Redaktion CT hat sich umgesehen.

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In der Chemie und ganz besonders in der Pharmaindustrie entscheidet die Menge des zudosierten Produkts über die Qualität des Endprodukts. Welche Dosierarmatur für die jeweilige Anwendung zum Einsatz kommt, hängt vor allen Dingen von den Fließeigenschaften des Schüttguts und den Anforderungen im Prozess ab. Die Genauigkeit der Dosier- und der Wägeeinheit bestimmt die Präzision des Gesamtergebnisses. Genaues Dosieren allein reicht in vielen Fällen allerdings nicht mehr aus. So sind weitere Anforderungen an die Dosiergeräte maximale Produktschonung, totraumfreie Konstruktion, rückstandslose Entleerung und unkompliziertes Reinigen.

Positionsgeber ermöglicht jede
Klappenöffnung

Die Dosierklappe von J-Tec zeichnet sich durch sehr hohe Dosiergenauigkeiten sowohl bei kleinen als auch sehr großen Dosiergewichten aus. Dies ist möglich durch den Positionsgeber, der jede Klappenöffnung ermöglicht. Bei großen Dosiergewichten wird die Dosierklappe vollständig geöffnet, um in kurzer Zeit einen großen Massenstrom zu erzielen. Die Feindosierung erfolgt dann bei fast geschlossener Klappe. Auch bei mäßig fließenden Produkten ist eine sehr genaue Dosierung möglich. Hierzu befinden sich auf den beiden Klappenwellen Rollenvibratoren, die den gesamten Klappenteller vibrieren lassen, die Vibration kann über den Druck der Pressluft eingestellt werden, angepasst an das Fließverhalten des zu dosierenden Produkts. Bedingt durch den vertikalen Produktfluss durch die Dosierklappe wirken keine Scherkräfte auf die Produkte; das Dosieren ist damit äußerst schonend. Zusätzliche Einbauten sind nicht notwendig, und somit gibt es keine Toträume, in denen sich Produkt ablagern kann. Die Dosierklappen stehen in unterschiedlichen Werkstoffqualitäten, verschiedenen Klappendichtungen und auch in Ex-Ausführung nach Atex für die unterschiedlichen Anforderungen in der Chemie, der Lebensmittelindustrie und der Kunststoffindustrie zur Verfügung. Die Klappe ist auch für klebrige Produkte, wie beispielsweise TiO2, geeignet.
Powtech Halle 9 – 447

Stufenlos in der Durchlassöffnung
verstellen

Häufig kommen Dosierschieber von Engelsmann beim Abfüllen von unterschiedlichen Produkten in Gebinde wie zum Beispiel Fässer oder Big-bags und gleichzeitiger Verwiegung zum Einsatz. Dabei wird dieser Schieber mit Spindelantrieb und Drehwertgeber ausgestattet. Die Ansteuerung erfolgt in der Regel über eine speicherprogrammierbare Steuerung bzw. ein Prozessleitsystem. Je nach Signal der Waagensteuerung kann der Schieber somit stufenlos in der Durchlassöffnung verstellt werden und das Produkt situationsangepasst dosieren. Diese Flachschieber werden in der Regel in V2A- bzw. V4A-Qualität geliefert – jedoch sind Lösungen in Sonderwerkstoffen wie zum Beispiel Hastelloy möglich.
Powtech  Halle 7 – 540

Bleibt sanft, auch wenn es schwer fällt
Der Dosierschieber mit der Austragshilfe Flexkon von Hecht  Technologie ist geeignet für das Abfüllen und Dosieren von rieselfähigen und schwer fließenden Schüttgütern geeignet. Die gleichmäßige Produktzuführung wird durch die über dem Dosierschieber angeordnete Flexkon-Austragshilfe sichergestellt. Der Schieber arbeitet produktschonend. Die Vertikaldosierung erfolgt ohne Seitenversatz, und die Schieberöffnung kann über Initiatoren oder über ein Längenmesssystem zwischen 0 und 100 % gesteuert werden. Es befinden sich keine bewegten Teile im Produktstrom. Die zerlegbare Ausführung erlaubt eine zügige Wartung und schnelle Reinigung. Das Modell steht in explosionsgeschützter Ausführung zur Verfügung.
Powtech  Halle 9 – 431

Brückenbildung verhindern
Die Rotary Valve wurde von Warex Walve entwickelt, um produktionsgerechtes Dosieren zu ermöglichen. Die Spezialarmatur ist vor allem dazu geeignet, einen kontinuierlichen Produktstrom zu erzeugen. Die Armatur steht wahlweise mit einem 180°-pneumatischen Drehantrieb oder in durchdrehender Version mit einem Getriebemotor zur Verfügung. Besonderheit ist die gasdichte Absperrung in der Endstellung durch das hauseigene Air Pressure Sealing (kurz: APS-System). Mithilfe dieses Systems wird dafür gesorgt, dass die Dichtmanschette pneumatisch an die Klappenscheibe angepresst wird und damit nur geringem Verschleiß unterworfen ist. Die Dichtmanschetten sind in zahlreichen Elastomeren – zum Teil auch FDA-konform – lieferbar, so dass auch Problemstellungen aus dem Lebensmittel- bzw. Pharmabereich gelöst werden können.
Powtech  Halle 6  – 164

Kollisionskontrolle integriert
Die EHEDG-zertifizierte Zellenradschleuse Easy Clean Twice von Jaudt gibt es seit einiger Zeit  auch mit einer Überwachungseinheit, die Kollisionen zwischen Zellenrad und Gehäuse bzw. Seitendeckel meldet. Die Besonderheit dabei ist, dass die Kollisionsmeldung vom Anwender vor Ort unter den dort herrschenden Betriebsbedingungen tariert werden kann.
Powtech  Halle 7 – 438

Starke Leistung
Mit den Aerolock-Zellenradschleusen der Typen Heavy Duty (HD), Maximum Duty (MD) und Quick-Clean (QC), aber auch den Modellen der Typen Light Duty (LD) und Blow-Through (BT) hat K-Tron eine Baureihe mit über 150 Variationen und Größen komplettiert. Standardmäßig handelt es sich bei den Konstruktionswerkstoffen um Gehäuse in Gusseisen- oder Edelstahlausführung und um Endplatten mit Rotoren in Normal- oder Edelstahlausführung. Um eine höhere Verschleißfestigkeit zu erreichen, können die Gehäuse und Endplatten mit Chrom, Polytetrafluorethylen, Hartmetall, Nedox oder anderem spezifiziertem Material beschichtet werden. Es sind fünf Dichtungsarten erhältlich: für allgemeine Zwecke, für den Hochtemperaturbereich bis hin zu schwierigsten Einsatzbedingungen. Die Premier Aerolock-Zellenradschleusen bieten die CE-Zertifizierung und die Atex-3D-Klassifizierungen für den Einsatz auf dem europäischen Markt.
Powtech Halle 7 – 366

Dosieren mit wartungsfreiem
Vibrationsaustrag

Der Vibrationsdosierer Coni-Steel von Schenck Process ist mit einer wartungsfreien Dosierrinne ausgestattet. Diese schafft dank speziell ausgelegter Geometrie der Materialausgabe schüttgutmechanisch optimale Bedingungen für eine hohe Dosierqualität. Durch den geringen Energieeintrag werden die Schüttgüter sehr schonend gefördert. Der hohe Einstellbereich (bis 1:80) der Förderleistung einer Rinne übertrifft die Schneckendosierer um ein Vielfaches. Der Dosierer eignet sich zum volumetrischen und gravimetrischen Dosieren von Schüttgütern, wie beispielsweise gut fließende Grieße, Granulate, Pellets, Chips oder Fasern. Die Dosiergenauigkeit und die Dosierkonstanz sind jeweils besser als ± 0,5 %. Dosier und Aufsatzbehälter bestehen aus Edelstahl.
Powtech Halle 7 – 539

Ohne mechanische Teile im
Produktstrom

Q-Dos von Hecht Technologie ist ein Dosiersystem ohne mechanische Teile im Produktstrom. Es kann in beliebige Dosieranlagen eingebaut bzw. auch zum Absperren verwendet werden und zeichnet sich durch seine hohe Austragsleistung aus, da der gesamte Querschnitt für den Produktstrom zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist es problemlos zu reinigen, weil sich keine bewegten Teile im Produktstrom befinden. Vibratoren am Befülltrichter sorgen insbesondere bei brückenbildenden Produkten für einen gleichmäßigen Produktfluss. Das Dosiersystem arbeitet mit drei einstellbaren Betriebszuständen: Grobstrom, Feinstrom und geschlossen. An einer Dosiersteuerung werden die Dosierparameter eingegeben. Im Modus Grobstrom öffnet die Quetschmechanik bis zu den verstellbaren Anschlägen. Dies kann die maximale Nennweite des Dosierorgans sein. Im Modus Feinstrom wird die Quetschmechanik einseitig geschlossen. Bei Erreichen des Sollwertes schließt die Quetschmechanik ganz. So ist eine Dosierung bis auf wenige Gramm genau ist möglich (abhängig von der Gerätegröße bzw. vom Produkt).
Powtech Halle 9 – 431

Schnelle Integration in bestehende Produktionsprozesse
Das Dosier-Verwiegesystem MBF-BE von WAM wurde zum kontinuierlichen Verwiegen und Dosieren  verschiedenster Produkte mit einer Genauigkeit von ± 0,5 bis 1% entwickelt. Das System besteht aus einem Mikrodosierer aus lebensmittelzugelassenem Edelstahlgehäuse und Sint-Polymer, einer Plattformwaage mit Wiegezelle und Steuerung. Durch Regulieren der Antriebsgeschwindigkeit ermöglicht das System eine variable Förderrate, sowohl im kontinuierlichen als auch im diskontinuierlichen Betrieb. Das Differenzial-Verwiegesystem wird für industrielle Prozesse in der Nahrungsmittel-und Tierfutterindustrie, der Chemie- und Kunststoffindustrie, bei Getreidemühlen und der keramischen Industrie sowie in der Abfallbehandlung eingesetzt. Es ist für das Verwiegen und Dosieren von frei fließenden Rohstoffen, Additiven und Fasern geeignet.
Powtech Halle 7 – 560

Fördern und Dosieren zugleich
Vakuumförderer von Volkmann transportieren die unterschiedlichsten Stoffe im Saugluftstrom durch Rohr- oder Schlauchleitungen. Sie sind universell geeignet für Pulver, Stäube, Pigmente, Granulate, Tabletten, Kapseln, Kleinteile etc. Beispiel sind Feinstaub mit nur 0,1 ?m Korngröße,  Kunststoffkappen für Infusionsflaschen, leichte Füllstoffe bis zu Schwermetallpulvern mit Schüttdichte 10. Sie sind besonders einfach zu installieren und geben selbst bei Leckagen in der Saugleitung kein Material in die Umgebung ab. Vakuumförderer mit ihren verschiedenen Entleerarmaturen werden unter anderem auch für Dosierzwecke eingesetzt, zum Beispiel als einfache volumetrische Dosierer oder aufgerüstet mit Sensoren als füllstandsabhängige Dosierer oder aber erweitert mit Wägezellen als gravimetrische Dosierer.
Powtech Halle 6 – 205

Heftausgabe: Oktober 2011

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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