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CT-Produktfokus: Neues im Bereich Staubfilter

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23.07.2010 Staubfilter dienen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zum Schutz von Personen und Maschinen. Gleichzeitig werden die abgeschiedenen Stäube zurückgewonnen oder entsorgt. In der Regel nicht als zentraler Teil einer Anlage betrachtet, machen sich Filter bemerkbar, wenn sie verstopfen - und deshalb die Produktion gestoppt werden muss. Die CT-Redaktion hat die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet zusammengestellt.

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Durch die Kombination aus konischem Staubfilter-Element, Quick-Lock-Befestigung und Rotations-Luftdüse trägt das Filterabreinigungssystem von Mahle dazu bei, die Leistung von Entstaubungsgeräten deutlich zu steigern. Durch die Kombination seiner Elemente zeigt das System sowohl ein verbessertes Abreinigungsverhalten, eine verlängerte Filterstandzeit, geringere Schallemissionen sowie kürzere Ausfallzeiten und Wartungskosten beim Filterelement-Wechsel. Das System hat sich bereits in Pulverbeschichtungs- und Strahlanlagen, bei der Keramik- und Glasabsaugung sowie im Lebensmittelbereich bewährt.

Der Filter FMK-25 von Dantherm kann mit 2, 4, 6 oder 8 Kassetten ausgestattet werden und bietet eine Filterkapazität bis zu 10?000 m3/h. Die Gestaltung der Filterkassette ermöglicht eine effektive Abreinigung bei geringem Druckluftverbrauch. Diese Funktion wird durch den elektronisch gesteuerten Reinigungsprozess verstärkt. Der modular konstruierte Filter ist aus verzinktem Stahlblech gerfertigt. Es stehen verschiedene Filtermaterialien zur Verfügung. Der Filter selbst ist in drei Versionen verfügbar: mit Bunkeraufsatz und Flansch für Montage auf Silos, mit Trichter für Schleusen oder mit Trichter für Staubtonnen. Weiteres Zubehör sind Ventilatoren, erweiterbare Stützkonstruktionen, Wartungsplattformen, Schieber, Staubtonnen, Schallschutzgehäuse, Filterschutz gegen abrasive Stäube sowie Wartungstüren mit Schnellverschlüssen. Die Filter eignen sich zudem für das Aufstellen in der Halle oder im Freien.

Der Tubular Filter TF von Heinkel ist ein kompakt aufgebauter Filtrationsapparat zur chargenweisen Abtrennung von 2 bis 200 l Feststoff aus organischen oder wässrigen Suspensionen. Der Filter zeichnet sich durch einfache Handhabung, geschlossene Produktverarbeitung und automatischen, restproduktfreien Austrag aus. Er besteht im Wesentlichen aus einem als Druckbehälter ausgeführtem Gehäuse und mehreren Filterkammern. Er besitzt durch seine spezielle Austragsventil-Anordnung mit integrierter Suspensionszuführung minimale Totzonen. Der mechanische Aufbau ist ohne elektrische Antriebe, und dadurch einfach zu inspizieren, zu reinigen und zu warten.

Filtermedien: Mehr Kapazität

Mit einem neuen Filtersystem und neuen Filtermedien für die Feinststaub-Gasentstaubung können vorhandene Systeme optimiert und Kosten gespart werden. Durch entsprechende Nachrüstlösungen lassen sich steigende Anforderungen in vorhandenen Anlagen erfüllen. Darüber hinaus hat Herding kürzlich die neu entwickelten Filtermedien für Gase mit feinen Stäuben – zum Beispiel Toner – oder extremen pH-Werten vorgestellt. Außerdem wurde ein Heißgasfiltermedium entwickelt, das in den Alpha-Filteranlagen des Herstellers bei der Holzvergasung oder energiesparend bei der pneumatischen Förderung von Gasströmen mit Temperaturen bis zu 450 °C und Drücken von 10 bar, etwa bei der Herstellung von Reinstsilizium, eingesetzt wird.

Plissierte Oberflächen ermöglichen eine hohe Filterkapazität auf kleinem Raum. Das Filterelement Micropore von LTG Aerob bzw. die gießtechnische Verbindung der Dichtzone mit dem Filterkörper sorgen für hohe Abscheideleistungen beim gewählten Filtermedium. Durch die selbsttragende Konstruktion wird der sogenannte „Teppichklopfer-Effekt“ und damit ein erhöhter Partikeldurchtritt während der Abreinigung vermieden. Hierdurch kann zum Teil auf nachgeschaltete Absolutfilter verzichtet werden. Die daraus folgenden langen Standzeiten sparen nicht nur Betriebs- und Wartungskosten, sie erhöhen auch die Verfügbarkeit der Produktionsanlage.

Das Abscheiden von Rauch, der beim Laserschneiden entsteht, stellt besondere Anforderungen an ein Filtermedium: Stäube mit Korngrößen im submikronen Bereich müssen zuverlässig abgeschieden werden. Für diesen Einsatzbereich hat Keller die Sinbran-Filter entwickelt. Die Filterelemente bestehen aus FDA-zugelassenen Komponenten, eignen sich damit auch für den Einsatz in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie. Durch die Zugabe von Filterhilfsstoffen wird eine Schutzschicht auf den Filterelementen erzeugt und so das schnelle Verstopfen verhindert. Diese Schicht schützt zum einen die eigentliche Filteroberfläche vor den klebrigen Aerosolen, absorbiert darüber hinaus aber auch einen großen Anteil der Kohlenwasserstoffe. Das System kann aber auch sonst zum Abscheiden von klebrigen Stoffen oder Partikeln eingesetzt werden. Die Gore-Membrane erzielt durch ihre gleichmäßige Struktur eine Oberflächenfiltration mit hohem Abscheidegrad: Die Staubpartikel werden an der Filteroberfläche nahezu vollständig zurückgehalten. Dadurch bleibt der Sinterkörper frei von Staubpartikeln und wird nicht verstopft. Kurze Druckluftimpulse während des Filtrationsprozesses sorgen für die wirkungsvolle Filterabreinigung.

Filterabreinigung: Mehr Effizienz

Zum Abreinigen von modernen Filteranlagen sind kurze, aber intensive Luftstöße mit einem hohen Druckimpuls unerlässlich. Um dem steigenden Luftbedarf von großen Filteranlagen gerecht zu werden, hat Buschjost seine Filter-Ventilreihe durch neue Aufflansch-Filterventile mit 3-Zoll-Sitzdurchmesser in DN 80 erweitert. Die direkt auf dem Lufttank montierbaren Ventile haben einen kv-Wert von 160?m3/h und schalten den Luftstrom innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Die Ventile sind für Fluidtemperaturen zwischen -40 und 85?°C – sowie in Sonderausführungen bei bis zu 140?°C – einsetzbar. Sie arbeiten im Druckbereich zwischen 0,4 und 8 bar. Magnete stehen für alle gängigen Spannungen von 12 bis 230 V, sowohl für DC als auch für AC, und mit Bescheinigungen nach Atex und UL zur Verfügung. Das Herzstück der Ventile ist die aus einem Stück gespritzte Hightech-Membran, die sich durch lange Standzeiten und das Fehlen von Leckströmen auszeichnet.

Das kompakte Abreinigungssystem von Mahle, bestehend aus Abreinigungseinheit, Steuerung, Filterelement sowie Drucktank und Wartungseinheit, beinhaltet sämtliche Komponenten für einen direkten und unkomplizierten Einbau. Es zeichnet sich durch effektive Abreinigung bei niedrigen Betriebs- und Wartungskosten aus. Die konischen Elemente sorgen für ein optimales Strömungsverhältnis im Filterraum. Darüber hinaus trägt eine effiziente und schonende Abreinigung zu einer verlängerten Lebensdauer der Elemente bei. Die Differenzdruck-Steuerung sorgt für einen störungsfreien Betrieb der Anlage.

Niedrige Temperaturen bedeuten Stress für Filteranlagen, denn in der Anlage anfallendes Kondensat kann einfrieren und die Funktion des Filters beeinträchtigen. Außerdem können Membranen unter Umständen veröden. Buschjost hat Abreinigungsventile entwickelt, die bis -60 °C zuverlässig arbeiten. Auch unter diesen extremen Umgebungsbedingungen erzeugen die Filterventile kurze, aber intensive Luftstöße zum Abreinigen der Filter. Konzipiert für einen langen, wartungsfreien Betrieb sind alle Ventile der Baureihe mit einteiligen TPE-Membranen mit integrierter Federfunktion ausgestattet. In Einsatzgebieten mit Temperaturen von -41 bis -60°C müssen die Ventile von externen Pilotventilen angesteuert werden. Bis -40°C können sie mit integrierter elektromagnetischer Vorsteuerung ausgestattet werden. Im Einsatzbereich bis -20°C sind die Ventile mit einem Twist-on-Magneten ausgerüstet. Dadurch können Ventil und Antrieb auch in engen Einbauräumen mit einem Handgriff installiert werden.

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Heftausgabe: Juli 2010

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Scherhag
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