Rohrleitung für den Standort-Verbund

Currenta weiht neuen Rheindüker ein

21.11.2017 Der Chempark-Betreiber Currenta hat den neuen Rohrleitungstunnel unter dem Rhein zwischen Leverkusen und Köln-Merkenich eingeweiht. Das 12 Mio. Euro teure Bauwerk dient dem Rohstoffverbund zwischen den Chempark-Standorten Dormagen und Leverkusen.

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Startschuss für die Inbetriebnahme des neuen Dükers am 21. November 2017. Bild: Currenta

Die neue Rheinunterquerung wurde innerhalb von vier Jahren geplant, genehmigt und fertiggestellt. Die reine Bauzeit vom Schachtaushub über den Tunnelvortrieb bis zur Fertigstellung des Innenausbaus betrug circa eineinhalb Jahre. Bis zu 12 Meter unterhalb der Rheinsohle wurden dabei 3.000 Tonnen Stahlbeton verbaut und 4.000 Meter Stahlrohre verlegt. Für die Isolierung der Rohrleitungen wurden rund 1.200 Liter Beschichtungsmaterial verbraucht. Der 470 m lange Rohrleitungstunnel ist im Gegensatz zum bisherigen begehbar, das heißt, er ist für Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie für Kontrollgänge zugänglich.

„Alle beteiligten Parteien haben dafür gesorgt, dass dieses sehr komplexe und anspruchsvolle Projekt zügig und erfolgreich umgesetzt werden konnte“, so Chempark-Leiter Lars Friedrich. „Das über 12 Millionen Euro teure Bauwerk ist ein wesentlicher Baustein zur langfristigen Sicherung und Weiterentwicklung der Infrastruktur des Rohstoffverbundes zwischen den Chempark-Standorten Dormagen und Leverkusen.“ Aus den Reihen der Chempark-Partner ergänzt Klaus Jaeger, Leiter Site Management NRW bei Covestro: „Der Düker ist ein wichtiges Element, um nachhaltig und sicher die Rohstoffversorgung unserer Werke in Nordrhein-Westfalen im Sinne unseres Verbundgedankens zu gewährleisten.“

Der neue Düker enthält derzeit acht Rohrleitungen (u.a. für Erdgas, Kohlenmonoxid, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff), ein modernes Sicherheitssystem sowie Lüftungs- und Zugangsschächte auf beiden Rheinseiten. Der Umschluss der Leitungen in das Verbundnetz erfolgt sukzessive. Die abschließenden Rückbauarbeiten im Rheinufervorland werden im nächsten Frühjahr beendet werden.

(as)

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