Markt

Der europäische Markt für Wärmeübertrager

14.08.2001

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Verhaltenes Wachstum heißt die Prognose für den europäischen Markt für Wärmeübertrager. Eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan erwartet einen Anstieg der Umsätze von 3,28 Mrd. US-$ im Jahr 2000 auf 3,77 Mrd. US-$ zum Jahr 2007. Neue europäische und nationale Umweltstandards sollen für Wachstum sorgen.


Neben den Anwendungen in der Abwassertechnik und der Abgasreinigung stimulieren auch Bestrebungen zur Energieeinsparung durch den verstärkten Einsatz von Anlagen zur Rückgewinnung von Wärme die Nachfrage nach Wärmeübertragern. Weitere Faktoren für das Umsatzwachstum sieht die Analyse im Ausbau der lokalen Energieerzeugung, bei Verbesserungen der Effizienz von Wärmeübertragern und in den steigenden Rohstoffpreisen.


Untersuchung der Anwendungsbereiche


Die chemische Industrie stellt derzeit mit 25 % Umsatzanteil in 2000 die größte Abnehmerbranche dar, gefolgt von der Mineralölindustrie mit 15,1 %. Heizung, Lüftung, Kühlung und Klimaanlagen machten im letzten Jahr 13,4 % aus, die Energieerzeugung 12,8 %, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie 9,8 %. Verbleibende Anteile fallen auf den kommunalen Ver- und Entsorger (7,7 %), allgemeine technische Anwendungen (5,6 %) und Sonstige (10,6 %).


Abnehmerbranche Chemie rückläufig


Zwar ist die chemische Industrie immer noch das größte Abnehmersegment; angesichts fehlender Großaufträge und rückläufiger Investitionen ist die Nachfrage hier allerdings relativ schwach. Die Bedeutung dieses Sektors dürfte weiterhin abnehmen, da keine neuen Chemieanlagen gebaut werden und andere Anwendungsbereiche schneller wachsen.


Steigender Absatz in Heizung-, Lüftung- und Klimatechnik


Die Mineralölindustrie erlebte von 1997 bis 2000 ebenfalls einen Rückgang an Umsatzanteilen, da die Investitionen in Ölraffinerien wegen der Asienkrise ins Stocken gerieten. Auch hier sind die Erwartungen eher gedämpft. Dagegen stieg der Absatz von Wärmeübertragern im Bereich Heizung, Lüftung, Kühlung und Klimaanlagen. Weitere Zuwächse in diesem Bereich sowie bei den kommunalen Ver- und Entsorgern und in der Energieerzeugung werden für ein Wachstum des Gesamtmarktes sorgen.


Neue Konkurrenz auf dem europäischen Markt


Probleme bereiten den europäischen Herstellern sinkende Preise und rückläufige Margen, längere Produktlebenszyklen sowie die zunehmende Konkurrenz außereuropäischer Anbieter. Neue Wettbewerber, die von Niedriglohnländern wie Indien, Korea oder China aus operieren, drohen den europäischen Markt in Zukunft noch stärker zu durchdringen. Gegenwärtig sind deren Produkte in Europa noch relativ unbekannt. Aber mit wachsender Bekanntheit und zunehmendem Vertrauen in deren Zuverlässigkeit dürfte diese Einstiegsbarriere sinken.

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