Übernahmewelle

Deutsche Unternehmen sind begehrte Übernahmeziele

19.05.2017 Die Zahl der Übernahmen deutscher Unternehmen durch ausländische Konzerne hat sich im Jahr 2016 mehr als vervierfacht. Besonders US-Amerikaner und Briten kaufen gern in Deutschland dazu, China liegt auf Platz fünf.

Anzeige
shoper_full_of_money2

Deutschland ist Einkaufsziel: Die Zahl der aus dem Ausland aufgekauften Unternehmen hat sich mehr als vervierfacht. (Bild: Stefan Rajewski – Fotolia)

Insgesamt 1707 Fusionen, Übernahmen und Beteiligungen zählte die Gesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI) für 2016, im Jahr zuvor waren es nur 413. „Deutschland ist hochattraktiv für ausländische Investoren“, sagte GTAI-Experte Thomas Bozoyan am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Sie wollen am Aufschwung der deutschen Wirtschaft teilhaben oder sich Technologien sichern.“

Standort Deutschland: Rekordzahl an Investoren

Gut zwei Drittel der Transaktionen seien von Unternehmen aus den USA oder aus Großbritannien ausgegangen. Während den Chinesen oft eine Einkaufstour in Deutschland unterstellt wird, befinden Sie sich mit 47 Transaktionen vergleichsweise weit hinten auf Rang fünf. Allerdings sei das Transaktionsvolumen hier sehr hoch, so Bozoyan: „Die Chinesen nehmen sehr viel Geld in die Hand, um sich bei deutschen Unternehmen einzukaufen.“

Außerdem wächst offenbar die Beliebtheit von Deutschland als Standort: Die Zahl der Investoren aus dem Ausland, die neue Niederlassungen gründen, war im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie. Dieser Trend hält laut GTAI bereits seit neun Jahren an. Bei diesen Projekten seien über 29.000 Arbeitsplätze entstanden und über 6,2 Mrd. Euro investiert worden. Vor allem Unternehmens- und Finanzdienstleister investieren in Deutschland, dahinter folgen die Branchen Informationstechnologie sowie Software, Konsumgüter und Maschinenbau.

Loader-Icon