Familienunternehmen richtet den Blick nach vorn

Dichtungshersteller COG feiert 150-jähriges Bestehen

18.09.2017 In der vergangenen Woche hat der Dichtungshersteller C. Otto Gehrckens sein 150-jähriges Jubiläum gefeiert. 1867 als Lederfabrik gegründet, nutzt der Dichtungsspezialist heute moderne Technologie, um wachsenden Anforderungen an Dichtungen zu begegnen.

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150Jahrfeier beim Dichtungshersteller C.O.G.

Bei der 150-Jahr-Feier betonte COG-Geschäftsführer Jan Metzger den Fokus auf Kunden und Mitarbeiter.

Was gehört zum Erfolgsrezept eines Unternehmens, das auch noch 150 Jahre nach der Gründung erfolgreich agiert? Für Jan Metzger ist die Antwort klar: „Das Unternehmen muss einen starken Fokus auf Kunden und Mitarbeiter haben. Und Glück gehört natürlich auch dazu.“ Metzger, der den Dichtungshersteller C. Otto Gehrckens  in fünfter Generation gemeinsam mit seinem Cousin Ingo Metzger führt, stellt fest, dass Geschäfte auch im Zeitalter der Digitalisierung weiterhin zwischen Menschen gemacht werden. Auf einer Jubiläumsveranstaltung mit Geschäftspartnern richteten die Dichtungsexperten am 14. September den Blick zurück und vor allem auch nach vorne.

Vom Kaiserreich zur Industrie 4.0

An Umbrüchen ist in der langen Geschichte des Unternehmens COG kein Mangel: Vom Kaiserreich über die Kriegswirren Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum heutigen Hightech-Zeitalter war das Unternehmen immer wieder gezwungen, Portfolio und Produkte neu zu definieren: Aus dem einstigen Experten für Antriebstechik wurde einer der führenden Anbieter für Präzisionsdichtungen. Zuletzt hat das mittelständische Unternehmen vor den Toren Hamburgs über 20 Mio. Euro in einen neuen Produktionsstandort investiert. Dem Trend zu immer spezielleren und steigenden Anforderungen an Elastomerdichtungen begegnet der Hersteller aus Pinneberg mit neuen Fertigungsverfahren und modernen Abläufen: So hat das Unternehmen vor drei Jahren die Spritzgussfertigung von Elastomer-O-Ringen begonnen, stellt die Teilereinigung auf Ultraschall um und beschäftigt sich inzwischen auch mit der additiven Fertigung (3D-Druck). Um Kunden schnell beliefern zu können, unterhält COG zudem das mit über 45.000 Positionen nach eigener Einschätzung weltgrößte O-Ring-Lager.

Und auch die Chancen der Industrie 4.0 will das Unternehmen nutzen: „Wir arbeiten an vielen Stellen daran, Prozesse zu digitalisieren“, berichtet Ingo Metzger, der in der COG-Geschäftsführung für die Technik verantwortlich zeichnet. Im eigenen Werkzeugbau hat das Unternehmen nach eigenem Bekunden bereits einen sehr hohen Digitalisierungsgrad erreicht.

Investitionen für weiteres Wachstum

Um den Wachstumskurs weiter halten zu können, plant COG aktuell einen vierten Bauabschnitt, mit dem Produktion und Technik um weitere 2.000 m2 erweitert werden sollen. Bereits im Bau befindet sich ein neues Technikum, in dem der Hersteller neue Elastomer-Mischungen entwickeln und testen will. „Die Digitalisierung wird Geschäftsmodelle in Frage stellen und neue Chancen schaffen. Die Kunst besteht darin, die Menschen dabei mitzunehmen – ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt Jan Metzger.

(as)

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