Der Magnet als Sensor

Dosierpumpe erkennt Druckabweichungen ohne externe Sensoren

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23.04.2015 Auf dem Weg zu immer hochwertigeren Chemieprodukten wird die exakte Dosierung immer wichtiger. Denn die Dosiergenauigkeit wirkt sich nicht nur auf die Reproduzierbarkeit der Qualität der produzierten Produkte aus, sondern kann auch die Gewinnmarge erhöhen, indem keine Sicherheitszuschläge dosiert werden. Wenn die eingesetzten Dosierpumpen sich  dann auch noch selbst überwachen, steigt zudem die Verfügbarkeit des Produktionsprozesses.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Je präziser die Regelung einer Dosierpumpe, desto besser ist das Dosierergebnis.
  • Die Magnetdosierpumpe gamma/X ist mit einem verschleißarmen, geregelten Magnetantrieb ausgestattet.
  • Zusammen mit einer automatischen Entlüftung und der Erkennung falsch dimensionierter Saug-/Dosierleitungen sorgt der neue Antrieb für eine hohe Zuverlässigkeit.
  • Die Magnetregelung erfasst Durckabweichungen und schützt die Anlage ohne zusätzliche (störanfällige) Sensoren vor Überdruck.

Diese und weitere Anforderungen standen im Zentrum der Entwicklungsbemühungen für die neue Dosierpumpe gamma/X von Prominent – dem Nachfolgermodell der bewährten Baureihe gamma/L. Erstmals kommt ein geregelter Magnetantrieb zum Einsatz, der so konstruiert wurde, dass sich darüber auch die hydraulischen Bedingungen überwachen lassen.

Bei herkömmlichen Dosierpumpen sind Drucksensoren zur Druckerkennung im Dosierkopf integriert. Die elektronischen Bauteile und Steckverbinder sind den zu dosierenden, oft aggressiven Chemikalien ausgesetzt, können angegriffen werden und korrodieren. Die notwendigen Komponenten und zusätzlichen Dichtflächen erhöhen zudem, je nach Ausführung, den Preis um rund 15 bis 20 Prozent. Die neuen Pumpen kommen ohne solche Sensoren aus. Ihre Magnetregelung erfasst alle Druckabweichungen und schützt die Anlage vor Überdruck. So werden unnötige Fehlerquellen ausgeschlossen.

Störungsfreie Dosierprozesse auch bei ausgasenden Medien
Ein Beispiel für typische Problemstellungen beim Einsatz von Dosierpumpen in der Praxis sind ausgasende Medien. So können Gasblasen die Dosierung von Chlorbleichlauge vollständig blockieren. Dies kann in Wasserwerken, bei denen das Bedienpersonal nicht immer vor Ort ist, zu außerplanmäßigen Einsätzen führen. Das verursacht nicht nur Produktionsausfälle, sondern zusätzliche Kosten.

Eine automatische Entlüftung der Dosierpumpe verhindert, dass ausgasende Medien die Dosierung durch Gasblasen stören und optimiert das Dosierergebnis. Außerdem erkennt die neue Magnet-Membrandosierpumpe variierende Druckverhältnisse und passt ihr Dosierverhalten vollautomatisch an die aktuell vorliegenden Bedingungen an – auch bei hochviskosen Medien. Viskositätsänderungen, hervorgerufen durch Temperaturschwankungen, werden selbsttätig ausgeglichen. Die Regelung sorgt automatisch für einen störungsfreien Dosierprozess. Mit der neuen Regelung steigt außerdem die Genauigkeit von  ±5 % auf ±2 % oder besser. Dadurch lassen sich Produktqualität und Produktivität steigern.

Die Magnetregelung erkennt selbstätig hydraulische Abweichungen, die die Dosieraufgabe erheblich stören. Überdruck, geborstene Druckleitungen oder Unterdruck sowie Gas im Dosierkopf werden sensorlos registriert und weiterverarbeitet. Der vorliegende Druck wird im Display angezeigt. Bei Über- oder Unterschreiten voreingestellter Grenzwerte wird am Display ein Alarm angezeigt und per Relais oder Busschnittstelle weitergegeben. Die rechtzeitige Erkennung und das Abschalten der Anlage und Pumpe tragen dazu bei, Schäden zu vermeiden. Die integrierte Drucküberwachung ist ein zuverlässiges Backup-System zum bestehenden Manometer und Überdruckventil. Die Druckanzeige im Display vereinfacht die Inbetriebnahme, Überwachung und Fehlersuche und verkürzt somit Stillstandszeiten wesentlich.

Hohe Genauigkeit und intuitives Bedienkonzept
Die Pumpe wird zur Dosierung von 1 ml bis 45 l/h bei einem Gegendruck von 25 bis 2 bar eingesetzt. Ihr Regelbereich beträgt 1:2.000, die reproduzierbare Genauigkeit erreicht ±2 %. Zu den weiteren Merkmalen der neuen Pumpenbaureihe  gehört auch das intuitive Montage- und Bedienkonzept. Auf eine mit Standardwerkzeug befestigte Montageplatte wird die neue Magnetdosierpumpe einfach aufgesteckt. Beim Einbau und der Positionierung müssen nahezu keine Einschränkungen beachtet werden, da die Status-LED aus jedem Blickwinkel leicht erkennbar sind. Die eindeutige Steckerbelegung verhindert Fehlbelegungen. Einfach und von vorne zugängliche Bedienelemente sowie eindeutige Meldungen im großen Display vereinfachen die Wartung.

Heftausgabe: Mai 2015
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Michael Birmelin, Prominent

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Michael Birmelin, Prominent

Michael Birmelin, Marketing-Redakteur, Prominent

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