Dow: Umsatz im 3. Quartal um 1 % auf 13,7 Mrd. US-Dollar gestiegen

29.10.2013 Der US-amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical, Midland, hat seinen Umsatz im 3. Quartal 2013 um 1 % (2 % auf bereinigter Basis) auf 13,73 Mrd. US-Dollar gesteigert. Dow kündigte zudem an, Geschäftsaktivitäten im Wert von insgesamt mindestens 3 bis 4 Mrd. US-Dollar verkaufen zu wollen.

Anzeige
Dow: Umsatz im 3. Quartal um 1 % auf 13,7 Mrd. US-Dollar gestiegen

Blick auf den Stammsitz von Dow Chemical in Midland im US-Bundesstaat Michigan (Bild: Dow Chemical)

Die Umsatzanstiege betreffen vor allem die Sparten Agro (Agricultural Sciences) mit 8 % auf 1,4 Mrd. US-Dollar , Farben und Infrastruktur-Lösungen (Coatings and Infrastructure Solutions) mit 6 % auf 1,8 Mrd. US-Dollar, Electronic and Functional Materials mit 5 % auf 1,2 Mrd. US-Dollar sowie Performance Plastics mit 3 % auf 3,6 Mrd. US-Dollar (rechnet man den Verkauf von Geschäftsaktivitäten heraus, sind es 6 %). Einen rückläufigen Umsatz hatten die Bereiche Performance Materials (3,3 Mrd. US-Dollar, -3 %) sowie Feedstocks and Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, -7 %). Der Umsatz erhöhte sich in den meisten Regionen, wobei die aufstrebenden Wirtschaftsregionen ein Umsatzwachstum von 5 % erzielten, angeführt von Lateinamerika.

Die höchsten Gewinne erzielte das nach der BASF weltweit zweitgrößte Chemieunternehmen im 3. Quartal bei Electronic and Functional Materials mit 6 % über Vorjahr sowie jeweils 5 % bei Coatings und Infrastructure Solutions sowie Agro. Diese Zunahmen wurden durch niedrigere Volumen in Kohlenwasserstoff-sensitiven Segmenten wieder ausgeglichen, angeführt vom Bereich Feedstocks and Energy.

Das Ebitda betrug 1,8 Mrd. US-Dollar, angeführt vom Segment Performance Plastics mit bis zu 32 %. Desweiteren wuchs das Ebitda bei Farben und Infrastructure Solutions (15 %) sowie Electronic and Functional Materials (5 %). Das Unternehmen erzielte im 3. Quartal einen Cash-Flow von mehr als 1,4 Mrd. US-Dollar aus dem operativen Geschäft, 27 % oder fast 300 Mio. UD-Dollar mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Andrew N. Liveris, Chairman und CEO von Dow Chemical kommentierte, dass sich das Unternehmen auf Geschäftsbereiche mit hoher Leistung konzentrieren wolle, namentlich Elektronik, Farben, Infrastruktur und Verpackung. „Wir fahren damit fort, unsere Ressourcen mit Prorität auf diese und andere Wachstumsmärkte zu konzentrieren.“

In den letzten 12 Monaten habe das Unternehmen, mit Blick auf Return on Capital, nicht-strategische Geschäfte verringert, wie durch den kürzlich angekündigten Verkauf des Polypropylen-Lizenz- and Katalysatoren-Geschäftes (an W.R. Grace). Desweiteren wolle man sich von schwach wachsenden Geschäftsaktivitäten trennen, die zunehmend ein Commodity-Geschäft werden, sagte Liveris. Dies habe auf die Ankündigung zugetroffen, sich von der Chlor-Wertschöpfungskette zu trennen. Liveris weiter: „Wir haben Ziele identifiziert und bewegen uns mit definierten Verkaufsabsichten weiter – diese Aktivitäten werden mit mindestens 3 bis 4 Milliarden (US-Dollar) bewertet.“

Deutschland ist nach Zahlen von Dow Chemical 2012/2013 der zweitgrößte Absatzmarkt und Produktionsstandort des Unternehmens. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen knapp 5.200 Mitarbeiter.

(dw)

Loader-Icon