Druck auf Fracker bleibt: Opec will Öl billig halten

09.06.2015 Das Ölkartell Opec hat beschlossen, seien Fördermengen konstant hoch zu halten. Die unveränderte Obergrenze von 30 Millionen Barrel täglich sei einstimmig beschlossen worden, ließ die Organisation in der vergangenen Woche verlautbaren. Vor allem Saudi Arabien will durch niedrige Ölpreise den Druck auf die Fracker in den USA hoch halten.

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Druck auf Fracker bleibt: Opec will Öl billig halten

An Öl herrscht nach wie vor kein Mangel – vor allem nach der jüngsten Entscheidung der Opec (Bild: iofoto – Fotolia)

Die Ölförderer in den USA hatten durch das Ausweiten ihrer Fördermengen im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Preisverfall im Ölmarkt beigetragen. Saudi Arabien fürchtet einen Verlust an Marktanteilen, wenn die Opec ihre Fördermengen zurücknimmt, um einen hohen Ölpreis zu erreichen. Die Ölproduzenten im Mittleren Osten haben vergleichsweise niedrige Förderkosten, während Fracker einen Ölpreis von 60 Dollar benötigen, um profitabel zu arbeiten.

Bislang hat der gesunkene Ölpreis allerdings noch nicht auf breiter Front zu einem Niedergang der amerikanischen Fracker geführt. Nach Ansicht von Ryan Lance, Chef des US-Konzerns Conoco Phillips, wird dies auch nicht passieren. „Die Break-Even-Kosten für unkonventionelles Öl und Gas sind seit dem Ölpreis-Crash im vergangenen Jahr um ein Drittel gefallen und fallen noch weiter“, wird der Ölmanager in einem Artikel der Financial Times zitiert.

Aktuell notiert der Preis für WTI bei 59 USD/Barrel (Brent: 64 USD/Barrel).

Die Original-Meldung von der Opec-Konferenz in der vergangenen Woche finden Sie hier.

(as)

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