Anlagenbau

Durchbruch bei Hermes-Deckungen für Iran-Geschäft

09.06.2016 Gute Nachricht für den Anlagenbau: Bei den Streitfragen um die Hermes-Exportkreditdeckungen ist offenbar ein Durchbruch erzielt worden. Der iranische Handelsminister Nematzadehs und Bundeswirtschaftsminister Gabriel haben sich einem Medienbericht zufolge geeinigt.

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Der Iran will rund 80 Mrd. US-Dollar in seine Petrochemie investieren – nun hofft der globale Anlagenbau auf gute GeschäfteBild: anekoho – Fotolia

Der Iran will rund 80 Mrd. US-Dollar in seine Petrochemie investieren – nun hofft der globale Anlagenbau auf gute Geschäfte. (Bild: anekoho – Fotolia)

Dem Handelsblatt zufolge will Teheran „in Kürze“ seine bisher noch offenen Hermes-Bürgschaften in Höhe von 500 Mio. Euro aus der Zeit vor den Sanktionen begleichen – lediglich „ein kleiner Altfall“ sei noch offen. Iran hofft auf Exportkreditdeckungen in Höhe von 5,5 Mrd. Euro für Projekte mit deutschen Lieferanten – darunter auch Vorhaben des verfahrenstechnischen Anlagenbaus. Die Zahlung der Altschulden würde einen Neustart staatlicher Exportkredit-Deckungen bedeuten. Denn Bankenfinanzierungen für Projekte sind ohne die Hermes-Bürgschaften nur schwer zu erhalten. Allerdings fehlt nach wie vor Rechtssicherheit, da deutsche und europäische Banken Strafen aus den USA befürchten müssen, weil diese noch nicht alle Sanktionen aufgehoben haben.
(As)

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