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E.ON Ruhrgas baut LNG-Aktivitäten in Äquatorialguinea aus

30.01.2009

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E.ON Ruhrgas wird sich noch stärker in einem Projekt zur Verflüssigung von Erdgas (LNG) im westafrikanischen Äquatorialguinea engagieren. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Entwicklung einer Gasinfrastruktur unterschrieben.
Dies ist Voraussetzung für die Realisierung der geplanten zweiten LNG-Anlage in dem Land. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass ein Konsortium aus Sonagas, E.ON Ruhrgas, Union Fenosa gas und Galp Energía einen Gas-Masterplan für Äquatorialguinea mitentwickelt und somit die Kommerzialisierung der Gasreserven – insbesondere auch für künftige Exporte – im Golf von Guinea vorantreibt. „Wir sind stolz, dass wir nunmehr eine führende Rolle in dem Projekt übernehmen. Der systematische weitere Aufbau unseres LNG-Geschäfts wird einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit unserer Märkte leisten“, erklärte Dr. Jochen Weise, Mitglied des Vorstandes der E.ON Ruhrgas AG, zuständig für die Gasbeschaffung.

In Afrika liegen rund acht Prozent der weltweit nachgewiesenen Gasreserven. In Zeiten eines weltweiten Nachfragewettbewerbs um begrenzte Energieressourcen ist es besonders wichtig, dieses Potenzial zu erschließen. Südlich der Sahara ist Äquatorialguinea neben Nigeria und Angola als Energielieferant bedeutend. Das Land verfügt über nennenswerte Erdgasvorkommen und bereits über eine produzierende Erdgasverflüssigungsanlage. Verflüssigtes Erdgas, das per Tankschiff transportiert wird, gewinnt für die europäische Erdgasversorgung an Bedeutung. Es wird erwartet, dass sein heutiger Anteil von rund 10 Prozent am Erdgasaufkommen der EU27 bis zum Jahr 2020 auf rund 18 Prozent steigt.

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