E4Water-Projekt: Wassermanagement in der chemischen Industrie

25.05.2012 Am 1. Mai 2012 startete das E4Water-Projekt zur Optimierung des Wasserverbrauchs in der chemischen Industrie in Europa. Das Projektkonsortium vereint große Chemieunternehmen, europäische Wasserversorger, Forschungs- und Technologieentwicklungszentren sowie Universitäten.

Anzeige
E4Water-Projekt: Wassermanagement in der chemischen Industrie

Das E4Water-Projekt will zeigen, wie mit innovativen Methoden und Verfahren ein effizientes Wasser- und Abwassermanagement in der chemischen Industrie aufgebaut werden kann (Bild: Franck Camhi-Fotolia)

Das Projekt soll neue integrierte Methoden für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit bei der industriellen Wasseraufbereitung und dem Wassermanagement entwickeln, berichtet die Dechema in Frankfurt/Main. Innovative Lösungen bei der industriellen Wassernutzung können dazu beitragen, Produktionszuwächse weiter vom Wasserverbrauch zu entkoppeln und gleichzeitig lokale Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Das E4Water-Projekt widmet sich drängenden Fragen der Prozessindustrie bei der Beseitigung von Engpässen und Hürden für ein integriertes und energieeffizientes Wassermanagement. Vier Jahre lang werden die 19 Projektpartner gemeinsam neue Ansätze für eine Senkung des Wasserverbrauchs und der Abwassermengen sowie des Energieverbrauchs in der chemischen Industrie entwickeln.

Wichtigstes Ziel des Projektes (www.e4water.eu) ist die Entwicklung und Validierung integrierter Ansätze, Methoden und Verfahren. In sechs industriellen Fallstudien sollen dabei 20 bis 40 % Wasser eingespart, 30 bis 70 % weniger Abwasser erzeugt und 15 bis 40 % weniger Energie verbraucht werden; gleichzeitig soll die Wirtschaftlichkeit um bis zu 60 % steigen. Davon soll nicht nur die chemische Industrie profitieren, das Projekt soll auch Ideen für andere Branchen liefern.

Die Partner beteiligen sich auch an der Water supply and sanitation-Plattform WssTP und SusChem, der europäischen Technologieplattform für nachhatlige Chemie. Darüber hinaus arbeiten sie mit den Wasserbehörden verschiedener europäischer Staaten zusammen.

(dw)

Loader-Icon