R. Stahl und Siemens stellen mit PTB gemeinsames Konzept vor

Eigensicheres Ethernet

24.06.2015 In Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben R. Stahl und Siemens ein Konzept für eine eigensichere Ethernet-Lösung für die Prozessindustrie vorgestellt. Der Vorschlag basiert auf der von Siemens auf der Namur-Hauptsitzung 2013 gezeigten Technik.

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Entscheider-Facts

 

  • eigensicher
  • 100 Mbit/s
  • Option mit 4 W Nutzleistung

Eigensicheres Ethernet

PTB, R. Stahl, Siemens und weitere Partner arbeiten an einem Standard für eigensicheres Ethernet in der Prozesstechnik (Bild: R. Stahl)

Die Kommunikationstechnik kann in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden und mit Gerätespeisung, interoperabel mit unterschiedlichen Herstellern und ohne aufwändigen Eigensicherheitsnachweis genutzt werden.

Eine Arbeitsgruppe unter Federführung der PTB hat sich die Aufgabe gestellt, ein eigensicheres Ethernet zu spezifizieren und dabei so nah wie irgend möglich an den verbreiteten Ethernet-Standards der IEEE 802.3 zu bleiben. Die Arbeitsgruppe hat mittlerweile unter den genannten Randbedingungen zwei Ausprägungen eines eigensicheren Ethernets definiert: Zur Anbindung von komplexeren Endgeräten ist die Ausführung „Ethernet Ex-i“ geeignet, die Übertragungsraten bis zu 1 GBit/s bei separater Energieversorgung unterstützt. Für einfache Feldgeräte ist die Ausführung „Ethernet Ex-iP“ die bevorzugte Wahl. Nach Vorbild der 2-Leiter-Feldbusse erfolgt die eigensichere Speisung der Feldgeräte zusammen mit einer Full Duplex-Datenübertragung (100 Mbit/s) über das Ethernet-Netzwerk, so dass keine separate Versorgung der Feldgeräte erforderlich ist. Neben konventionell eigensicherer Speisung ist die Versorgung mit einer sogenannten Pseudo-Linearen Quelle („F4-i“) möglich. Dabei können einem angeschlossenen Gerät bis zu 4 W Nutzleistung eigensicher bereitgestellt werden.

Das Konzept wurde im Vorfeld der Einigung der APL-Gruppe auf der Achema kommuniziert.

Hier finden sie die ausführliche Pressemitteilung von R. Stahl

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