Pumpenüberwachung als Testinstallation

Einstieg leicht gemacht

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01.06.2011 Insbesondere bei Neuanlagen, aber auch bei der Modifikation bestehender Anlagen oder Änderungen von Prozessparametern kommt es immer wieder zum Ausfall von Kreiselpumpen durch Trockenlauf oder Kavitation. Der Grund sind häufig Design- oder Installationsfehler. Mit einfach zu installierenden Systemen zur Pumpenüberwachung ist es möglich, die Ursachen zu ermitteln. Sondermann bietet sein RPR-Control-System nun kostenlos zu Testzwecken an.

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Systeme zur Pumpenüberwachung stehen im Ruf kompliziert und im Vergleich zum Wert der Pumpe teuer zu sein. Dabei bemisst sich der Wert einer Pumpe vor allem an deren Bedeutung für den Prozess. Und häufig sind die Ursachen für den Ausfall einer Pumpe schwer nachzuvollziehen. Insbesondere dann, wenn der Grund in schlecht dimensionierten Rohrleitungen, mangelnder Zulaufhöhe, falsch eingestellten Ventilen oder temporär auftretenden Prozessschwankungen liegt.

Hier können Überwachungssysteme eine elegante Lösung sein, um langwierige und teure Suchen zu vermeiden. Mit dem System RPR-Control 100, das der Pumpenanbieter Sondermann 2009 vorgestellt hat, lassen sich Kreiselpumpen vergleichsweise preiswert überwachen. Das Monitoringsystem misst die aufgenommene Motorleistung der Pumpe und leitet daraus deren Betriebszustand ab. Tritt beispielsweise Trockenlauf auf, sinkt der Leistungsbedarf auf sein Minimum, beim Heißlauf (d.h. Förderung gegen eine geschlossene Druckleitung) ist die Förderleistung gering, aber der Leistungsbedarf der Pumpe liegt etwas höher, mit weiter ansteigender Förderleistung kommt die Pumpe dann in den regulären Betriebsbereich mit ebenfalls entsprechend ansteigendem Leistungsbedarf. Das obere Ende des Betriebsbereiches ist durch den Überlastbereich begrenzt, der entweder durch die maximale zur Verfügung stehende Motorleistung oder durch den maximal zulässigen Volumenstrom für die Pumpengröße charakterisiert ist.

Die vier Betriebszustände Trocken- und Heißlauf, Überlast und das Unterschreiten eines selbst definierbaren Mindestdurchflusses lassen sich über Schaltschwellen am Überwachungsgerät einstellen. „Bei einer Filteranwendung kann der Verschmutzungsgrad der Filterelemente durch den geringer werdenden Durchfluss signalisiert werden“, nennt Christian Vogt, Vertriebsleiter bei Sondermann, ein Beispiel. Wird eine Schaltschwelle erreicht, wird dies vom Überwachungsgerät an eine übergeordnete Steuerung gemeldet und am Gerät selbst über LED signalisiert. Die aktuelle Leistungsaufnahme der Pumpe wird übergeordneten Leitsystemen als analoges Signal (4 bis 20 mA) zur Verfügung gestellt. Außerdem ist ein Betriebsstundenzähler für Wartungszwecke integriert.

Um den Einstieg in das Pumpenmonitoring zu erleichtern, bietet der Hersteller das Gerät in diesem Jahr kostenlos zu einem vierwöchigen Test an. „Der Anschluss ist denkbar einfach: Da das Gerät nur über die Messung der elektrischen Leistungsaufnahme arbeitet, sind keine weiteren Sensoren in den Rohrleitungen erforderlich“, erläutert Vogt: „Das Gerät muss für die Testinstallation lediglich zwischen die Motorzuleitung geklemmt werden.“ Nach Ablauf der Testzeit kann der Anwender entscheiden, ob er das Gerät kauft, oder ob er es ohne weitere Kosten zurückgibt.?[AS]

Heftausgabe: Juli 2011

Über den Autor

Armin Scheuermann
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