Jahresbilanz der Elektroindustrie

ZVEI bilanziert zweistelligen Zuwachs

15.01.2018 Laut Berechnungen des ZVEI hat die deutsche Elektroindustrie im November 2017 9,1 Prozent mehr Bestellungen erhalten als im gleichen Vorjahresmonat. Über das Gesamtjahr ist die Bilanz sogar zweistellig.

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Die Aufträge von inländischen Kunden stiegen um 9,5 %, die von ausländischen um 8,9 %. Aus dem Euroraum gingen dabei 6,0 % mehr Bestellungen ein als noch im November 2016, und die Aufträge aus Drittländern erhöhten sich um 10,7 %. Für den kumulierten Zeitraum von Januar bis November 2017 steht damit ein Bestellplus von 10,1 % gegenüber Vorjahr zu Buche. Hier legten die Auftragseingänge aus dem Inland (+9,3 %) und aus dem Ausland (+10,8 %) ebenfalls recht gleichmäßig zu. Die Bestellungen aus der Eurozone fielen mit plus 12,2 % etwas stärker aus als die aus Drittländern (+9,9 %).

Umsatz im November 2017 im Plus

Die Aufträge in der deutschen Elektroindustrie entwickelten sich zum Jahresende 2017 hin sehr positiv. ZVEI

Die Aufträge in der deutschen Elektroindustrie entwickelten sich zum Jahresende 2017 hin sehr positiv. Bild ZVEI

Die Erlöse der heimischen Elektrofirmen beliefen sich im November 2017 auf 17,8 Mrd. €, womit sie ihren Vorjahreswert um 9,1% übertrafen. Der Inlandsumsatz wuchs um 7,7 % auf 8,7 Mrd. €, der Auslandsumsatz um 10,3 % auf 9,1 Mrd. €. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum kamen auf 3,3 Mrd. € (+9,1 %). Beim Geschäft mit Drittländern konnte ein Anstieg um 11,0 % auf 5,8 Mrd. € verbucht werden.

Von Januar bis November 2017 summierte sich der Branchenumsatz auf 174,1 Mrd. €. Das war ein Plus von 7,4% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Inlands- und Auslandserlöse stiegen um 5,4 % auf 83,3 Mrd. € bzw. um 9,1 % auf 90,8 Mrd. €. Mit Kunden aus der Eurozone wurden dabei 32,9 Mrd. € umgesetzt (+8,2 %) und mit Partnern aus Drittländern 57,9 Mrd. € (+9,5 %).

Scheitern von Jamaika hat keinen Einfluss auf Elektroindustrie

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Dezember des letzten Jahres wieder erhöht. Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage leicht schwächer aus als im Vormonat. Gleichzeitig zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen aber deutlich an. Das Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche blieb hier somit ohne jeden Einfluss. 59 % der Branchenunternehmen schätzen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation jetzt als gut ein, 34 % als stabil und nur 7 % als
schlecht.

Was die kommenden sechs Monate betrifft, so gehen 22 % der Firmen von anziehenden, 73% von gleichbleibenden und 5 % von rückläufigen Geschäften aus. Die Exporterwartungen haben sich im Dezember 2017 nochmals leicht erhöht. Hier stieg der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber November von 18 auf nunmehr 19 %-Punkte.

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