Emerson: Charms-Automatisierungstechnik hat 1 Milliarde Betriebsstunden

15.10.2013 Der Automatisierungstechnik-Hersteller Emerson Process Management aus St. Louis, USA, meldet, dass das Automatisierungssystems DeltaV mit der Charms-Technik in mehr als 300 Prozessanlagen mittlerweile 1 Milliarde Betriebsstunden erreicht hat.

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Emerson: Charms-Automatisierungstechnik hat 1 Milliarde Betriebsstunden

Die Charms-Technik von Emerson, das Herz von Electronic Marshalling, hat bereits eine Milliarde Betriebsstunden in über 300 Anlagen erreicht (Bild: Emerson Process Management)

Durch das ‚Electronic Marshalling‘ mittels Charms- (Characterization Modules) Technik bietet das DeltaV-System nicht nur eine sehr hohe Flexibilität und Kostenersparnis für große und komplexe Projekte. Die Technik habe auch die Automatisierungstechnik verändert.

Inzwischen, so der Hersteller, sei diese Technik allgemein verbreitet und anerkannt in der Öl-, Gas- und Chemieindustrie sowie in Raffinerien. Die Technik baut auf dem den Prinzipien des Human Centered Design auf, die die gesamten Arbeitsprozesse auf Verbesserungen hin überprüft – und nicht nur inkrementelle Pro-duktmerkmale beachtet. So werden überflüssige Arbeiten vermieden und die Komplexität reduziert.

Die Charms-Technik wurde ursprünglich für Offshore-Plattformen entwickelt, wo Platz und Gewicht Beschränkungen unterliegen und Planungsänderungen bei der Automatisierung in letzter Minute üblicherweise hohe Kosten und teure Verzögerungen verursachen. Anstatt den teuren und komplizierten traditionellen Ansatz der vorkonfektionierten Verkabelung zu verfolgen, bietet die Charms-Technik eine flexible Möglichkeit, die Komplexität der Verbindung der Automatisierungssysteme mit Tausenden von Temperatur-, Druck-, Füllstands-, Durchfluss-, und anderen MSR-Geräten eines typischen Prozessbetriebs zu reduzieren.

„Die Charms-Technologie von DeltaV hat 35 Jahre industrielles Denken revolutioniert. Sie wird die Art und Weise, wie Automatisierungsprojekte durchgeführt werden, für immer verändern“, sagt Steve Sonnenberg, President von Emerson Process Management. „Unsere Kunden bezeugen das. Wir sehen einen enormen Anstieg der Nachfrage in den letzten beiden Jahren, und wir erwarten die Fortsetzung dieser starken Entwicklung in diesem Jahr.“

„Gegenüber herkömmlichen Vorgehensweisen erzielten wir 40 % Einsparungen bei der Installation,“ berichtet Bryan Beyer, Operations Manager von Southern States Chemical, dem größten Lieferanten von Schwe-felsäure der amerikanischen Ostküste. „Die Problemlosigkeit der Charms-Technologie bedeutet auch weniger Fehlerquellen; dies führt zu mehr Zuverlässigkeit und höherer Verfügbarkeit unserer Anlage.“ Southern States Chemical war die erste nordamerikanische Anlage, die Charms-Technologie einsetzte.

Die Technik ist auch bei Engineering- und Generalauftragnehmern wie Worleyparsons anerkannt. „Da unsere Kunden zunehmend größere und komplexere Projekte planen – oft mit knappen Zeitplänen – sind späte Veränderungen im Entwurfsprozess unvermeidlich,“ sagt Robert Armstrong, Chief Instruments and Controls Engineer bei Worleyparsons. „Die Charms-Technologie optimiert Projektentwicklung und -engineering. Ein Resultat ist die Kontrolle von Kosten und Planverzögerungen durch Änderungen in letzter Minute.“

(dw)

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