Emerson eröffnet Innovationszentrum

21.07.2010 Der globale Energiebedarf forciert die Entwicklung von Kernkraftwerken der nächsten Generation, von Anlagen mit hohem Ausstoß und großen Öl- und Gas-Raffinerien. Im Innovationszentrum von Emerson können Unternehmen künftig Regelventile und Messgeräte für große Kapazitäten in besonderer Ausführung testen und feststellen, wie sie größte Mengen von Erdgas fördern, andere Arten von Energie erzeugen und dabei weniger Ressourcen im Prozess verbrauchen.

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Emerson eröffnet Innovationszentrum

Jeder Regelventil-Typ durchläuft intensive Tests im Flow-Labor des Innovations-Zentrums. Bild: Emerson Process Management

Das 12.600 m2 große Zentrum beherbergt das weltweit größte „Flow-Labor“, in dem erstmals die Möglichkeit besteht, große Ventile unter echten Einsatzbedingungen zu testen und so ihre Zuverlässigkeit und Effizienz, ihre Umweltverträglichkeit und Sicherheit nachzuweisen, bevor sie in der Kundenanlage installiert werden. Emerson, dessen Fisher-Ventile in mehr als 90 % der Nuklearanlagen weltweit installiert sind, kann dort eine seismische Qualifizierung seiner Ventile durchführen. Diese Qualifizierung ist besonders wichtig für die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Nuklearanlagen bei Erdbeben.

Kürzlich hat Emerson von Westinghouse Electric Company den Auftrag erhalten, Fisher-Regelventile für dessen neueste Generation von Kernkraftwerken zu liefern. „Wir planen, die neue Einrichtung zu nutzen, um das eigens für diesen Einsatzfall entwickelte extrem große Regelventil unter den reellen, extrem kritischen Einsatzbedingungen zu überprüfen“, so William Rice, Direktor Engineering bei Westinghouse.

Das „Flow Labor“ besitzt die Kapazitäten, um ein Olympia- Wettkampf-Schwimmbecken in gut acht Minuten oder einen Heißluft-Zeppelin in etwa 12 s zu füllen. Regelventile können bis zu einem Druck von 240 bar getestet werden. Darüber hinaus befindet sich ein Schall-Labor im Zentrum, in dem neue Geräte in Hinsicht auf Geräuschminimierung entwickelt und getestet werden können, bevor eine Kundenanlage gebaut wird. Zum Bau des Innovationszentrums wurden fast 900 t Prozessverrohrung, mehr als 500 m Rohre mit Durchmessern bis zu einem Meter, sieben unterirdische Speichertanks, jeder über 46 m lang, sowie mehr als 3.400 m3 Beton benötigt.

 

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