Markt

Endress+Hauser wächst um 8,8 %, deutlicher Auftragsrückgang in 2009

19.05.2009

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„Wir sind wiederum stärker als der Markt gewachsen“, erklärte CEO Klaus Endress auf der heutigen Pressekonferenz. Das durchschnittliche Umsatzwachstum in der Prozessautomatisierungsbranche lag bei 4 bis 5 %. Seit Jahresende spürt das Unternehmen allerdings die globale Wirtschaftskrise und verzeichnet im laufenden Jahr einen deutlichen Auftragsrückgang.  Besonders stark wächst der Anbieter nach eigenen Angaben mit Dienstleistungen und Automatisierungslösungen. E+H hat im vergangenen Jahr 88,8 Mio. Euro (7,3 % vom Umsatz) in F&E investiert. Da 600 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und 106,8 Mio. Euro für neue Gebäude und Anlagen ausgegeben wurden, wuchs das Betriebsergebnis langsamer als der Umsatz (7,0 %) und erreichte 156,5 Mio. Euro. Zu den Investitionen gehören der Ausbau der Füllstand- und Druckmesstechnikfertigung am Standort Maulburg sowie der Bau des neuen Sensor-Kompetenzzentrums in Stahnsdorf. Dort sollen künftig Silizium-Drucksensoren entwickelt und gefertigt werden.
Auf Grund der Wirtschaftskrise rechnet Endress für 2009 mit einem Umsatzrückgang um rund 5 %. Endress: „Wir sind noch nie so gut vorbereitet in eine Krise gegangen“, zeigt sich Endress optimistisch: „Es gibt eine Tendenz zum Besseren.“ Stark von der Wirtschaftsflaute betroffen sind laut Michael Ziesemer, Chief Operating Officer der Gruppe, die Branchen Chemie, Grundstoffe, Metallurgie und Zellstoff. Chancen sieht das Unternehmen in den Branchen Energie sowie Wasser/Abwasser. „Der europäische Absatzmarkt entwickelt sich rückläufig, aber tendenziell besser als der Durchschnitt“, erklärt Ziesemer.

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