Die gläserne Fabrik

Energiemanagementsysteme in Maschinen und Anlagen integrieren

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19.01.2015 Ob Retrofit oder Neuauslieferung: Produzierende Unternehmen fordern nicht nur effiziente Maschinen und Anlagen, sondern auch eine transparente Darstellung ihrer Verbrauchswerte. Dies ist notwendig, um im Rahmen eines Energiemanagements Potenziale für Einsparungen auszumachen, den Energieeinsatz optimal steuern und Effekte erkennen zu können.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Maschinen- und Anlagenbauer investieren viel Energie, um ihre Produkte effizienter zu gestalten. Denn sie wissen, dass ihre Kunden gezwungen sind, Strom zu sparen.
  • Für Hersteller ist es daher sinnvoll, Betreibern schlüsselfertige Lösungen als Basis für ein betriebliches Energiemanagement anzubieten.
  • Generell ist es sowohl möglich, Bestandsmaschinen nachzurüsten als auch Neuanlagen direkt mit einem umfassenden Energiemonitoring auszuliefern.

Die ISO 50001 als Mittel für Steuervorteile und die Bafa-Förderung machen ein solches Energiemanagement für Unternehmen noch lohnender. Technische Voraussetzung hierfür ist Messtechnik, die relevante Daten während des laufenden Betriebs automatisiert und dauerhaft sammelt. Maschinen- und Anlagenbauern eröffnen sich damit neue Chancen: Bieten sie schlüsselfertige Komponenten für Energiemanagement, die in ihre Produkte integriert sind oder sich einfach nachrüsten lassen, können sie ihren Kunden einen echten Mehrwert für dieses – für viele Unternehmen noch neue – Feld „Energie“ bieten und sich vom Wettbewerb differenzieren. Durch die Kombination aus eigenem Know-how und Energiemesstechnik-Expertise bedienen sie die Nachfrage nach Energiemanagement und schaffen zusätzliches Absatz- und Aftersales-Potenzial. Damit nehmen sie nicht nur eine Vorreiterrolle ein, sondern weisen zudem die Energieeffizienz ihrer Maschinen faktisch nach – und erhöhen so ihre Glaubwürdigkeit.

Praktiker überzeugt im Alltag

So wie Oskar Frech, Hersteller von Druckgussmaschinen. Das Unternehmen hat Analyse- und Messdienstleistungen bereits in sein Leistungsportfolio aufgenommen. Aus den gemessenen Energiedaten konnten bei seinen Kunden bereits zahlreiche Informationen für das Optimieren der Produktion abgeleitet werden, wie Dr. Kai Kerber, Leiter Ressourcenmanagement bei Oskar Frech, erklärt: „Auf Basis der Messdaten können wir Hinweise zur präventiven Wartung wie auch zur Produktions- und Prozessoptimierung geben. Unsere Kunden sind am Anfang meist noch etwas zurückhaltend, die Ergebnisse haben jedoch alle unmittelbar überzeugt.“ Dabei setzt der Hersteller auf die Energiemonitoring-Module von Econ Solutions. Das auf Energiemanagementsysteme spezialisierte Unternehmen kennt den Bedarf produzierender Unternehmen verschiedener Branchen aus langjähriger Erfahrung in vielen Projekten, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie (Uni­lever) sowie der Metall- und Kunststoffverarbeitung (Freudenberg, Heinz Plastics).

Auf dieser Basis hat das Unternehmen ein modulares Angebot für Maschinen- und Anlagenbauer entwickelt, das die Nachweisführung und Transparenz von (Energie-)Leistungskennzahlen im laufenden Betrieb und die Überwachung von Netzzuständen für die Beurteilung von Gewährleistungsfällen (als Netzanalyse nach EN 50160) ermöglicht. Durch Einsatz von offenen Datenschnittstellen zu Energiedaten-Erfassungssystemen auf Kundenseite ermöglichen die Module die „Energiemanagement Readiness“ der Maschine oder Anlage, ohne deren Betrieb auf irgendeine Weise zu beeinflussen. Sie lassen sich sowohl in bestehende Anlagen nachrüsten als auch in Neuanalagen integrieren; auch Komplettsysteme aus einer Hand sind möglich.

Heftausgabe: Januar/Februar 2015 2015
Seite:
Stephan Theis, Geschäftsführer Econ Solutions

Über den Autor

Stephan Theis, Geschäftsführer Econ Solutions

Stephan Theis, Geschäftsführer Econ Solutions

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