Methanemissionen im Erdgassektor

Energieunternehmen verpflichten sich zur Emissionssenkung

23.11.2017 BP, Eni, Exxon-Mobil, Repsol, Shell, Statoil, Total und Wintershall haben sich verpflichtet, die Methanemissionen bei ihren weltweiten, eigenoperierten Erdgasfeldern weiter zu reduzieren.

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Das Senken von Methanemissionen bei der Förderung ist ein wichtiger Baustein für eine kohlenstoffarme Zukunft. (Bild: argironeta – Fotolia)

Zudem sind die Unternehmen übereingekommen, auch andere Akteure entlang der Erdgaswertschöpfungskette – von der Produktion bis zum Endverbraucher – für diesen Schritt zu gewinnen.

Auf dem Weg zur kohlenstoffarmen Zukunft

Das Bekenntnis fügt sich in die weitreichenden Bemühungen der weltweiten Energiebranche ein, die darauf abzielen, dass Erdgas auch in Zukunft eine entscheidende Rolle dabei spielt, den Energiebedarf zu decken und zugleich dem Klimawandel Rechnung zu tragen. Da Erdgas im Wesentlichen aus dem Treibhausgas Methan besteht, wird sein Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Zukunft vom Grad der Methanemissions-Senkungen beeinflusst werden.

Die acht Energieunternehmen haben nun Leitprinzipien unterzeichnet, die sich auf folgende Themen fokussieren: die stetige Senkung der Methanemissionen; Verbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette; Verbesserung der Genauigkeit von Methanemissions-Daten; Befürwortung sinnvoller Maßnahmen und Vorschriften zum Methanausstoß; noch größere Transparenz.

Leitprinzipien sind erarbeitet

„Zahlreiche Studien zeigen, wie wichtig eine schnelle Senkung des Methanausstoßes ist, um die wachsende Energienachfrage zu bewältigen und die Umweltziele zu erreichen“, erklärt Mark Radka, Leiter der Energie- und Klimaabteilung des UN-Umweltprogramms. „Die Leitprinzipien stellen einen ausgezeichneten Rahmen für solch ein Vorgehen in der gesamten Erdgaswertschöpfungskette dar, insbesondere, wenn sie an die Berichterstattung über die Reduzierung der Emissionen geknüpft sind.“

Die Leitprinzipien wurden in Kooperation mit folgenden Akteuren erarbeitet: Environmental Defense Fund, Internationale Energieagentur (IEA), International Gas Union, Oil and Gas Climate Initiative Climate Investments, Rocky Mountain Institute, Sustainable Gas Institute, The Energy and Resources Institute und United Nations Environment (das Umweltprogramm der Vereinten Nationen).

IEA sieht „große Chancen“

„Unsere Analyse der IEA zeigt, dass glaubwürdige Schritte zur Senkung der Methanemissionen für das Erreichen weltweiter Klimazeile und auch für die Zukunftsaussichten von Erdgas von wesentlicher Bedeutung sind“, kommentiert Tim Gould, Head of Division des World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur. „Die Selbstverpflichtung von Unternehmen auf die Leitzprinzipien stellt einen sehr wichtigen Schritt dar. Wir sehen den Ergebnissen der Umsetzung und der weiteren Verbreitung positiv entgegen. Die Chance ist groß – die Umsetzung aller kosteneffizienten Maßnahmen zur Reduzierung der Methanemissionen weltweit hätte die gleichen Auswirkungen auf den langfristigen Klimawandel wie die Schließung aller bestehenden Kohlekraftwerke in China.“

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