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Engineering von Feldgeräten und Feldbus

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01.08.2016 Fast wie von selbst erledigen sich die Planung und das Engineering einer Feldbusinfrastruktur für die Prozess­automation, wenn die richtigen Werkzeuge eingesetzt werden. Kennt der Planer die Hauptkriterien, lassen sich gewünschte Leitungslängen in nur wenigen Minuten validieren. Und das haben Feldbusanwender mittlerweile für sich erschlossen: Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich die Abnahme der Instrumentierung effizient und mit hoher Qualität gestalten.

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Entscheider-Facts für Planer und Betreiber

  • Mit der Digitalisierung des Physical Layers und der Feldebene lassen sich Engineering-Tätigkeiten in der Prozessautomation deutlich vereinfachen.
  • Moderne Planungswerkzeuge und Auswahltools unterstützen Planer und Anwender.
  • So können beispielsweise Feldbusstränge sehr einfach mit der Software Segment Checker überprüft werden.
  • Geräteprofile erlauben es, Feldgeräte in einer Anlage sehr einfach auszutauschen und anschließend zu konfigurieren.

Ethernetbasierte Systeme wie Profinet oder Ethernet IP erreichen den Leittechnikraum, schaffen aber nicht die Distanz ins Feld bis zur Instrumentierung. Lange Kabelwege und Zündschutzarten für explosionsgefährdete Bereiche stellen für Ethernet bislang unüberwindbare Hürden dar.
Durch offene Standards ist eine einfache Integration der klassischen Feldbusse wie Foundation Fieldbus H1 oder Profibus PA in übergeordnete Systeme möglich. Für Profibus PA definieren Standards die Datenintegration über Profile und Proxy-Technologie und damit die vollständig digitale Integration der Instrumentierung in das Leitsystem. Die im Feld verborgenen Datenschätze können so gehoben werden.

Typische Segmente oder spezielle Anforderungen?
Das wahrscheinlich populärste Werkzeug für die Planung des Physical Layers ist die Software Segment Checker. Damit lässt sich nachweisen, welche Kabellänge bei gewünschter Anzahl von Feldgeräten je Strang möglich ist. Dabei unterscheiden die erfahrenen Anwender einerseits zwischen dem typischen Segment, dessen technische Parameter wie maximale Kabellänge und Laststrom durch Feldgeräte so eingestellt sind, dass sie für die Mehrheit der geplanten Kabeltrassen den Funktionsnachweis erbringen. Auf der anderen Seite bleiben noch die speziellen Ausnahmen, etwa Segmente mit extrem langen Kabelwegen oder mit besonders vielen Geräten. Planer, die es genau wissen müssen, legen die Daten inklusive Gerätetags für jedes Segment einzeln fest.
Diese Informationen über typische und/oder individuell geplante Segmente werden dann später bei der Überprüfung der Installation herangezogen. Die im Juni vorgestellte Version des Segmentcheckers verfügt über

  • einen aktualisierten Katalog aller zertifizierten Foundation-Fieldbus-Feldgeräte,
  • aktuelle Infrastrukturkomponenten wie Profinet-Gateways und Segmentkoppler,
  • Support für Windows 10 und
  • verbesserte Algorithmen, insbesondere für die neuen Feldbarrieren und zur Berücksichtigung tragbarer Diagnosewerkzeuge.
Heftausgabe: August 2016
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Andreas Hennecke ist bei Pepperl+Fuchs  Produktmarketingmanager im Geschäftsbereich Prozessautomation

Über den Autor

Andreas Hennecke ist bei Pepperl+Fuchs Produktmarketingmanager im Geschäftsbereich Prozessautomation
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