Erdgas-Pipeline zum Iran: Pakistan hofft auf chinesische Unterstützung

14.04.2015 Aufgrund chronischer Energie-Knappheit hofft Pakistan Medienberichten zufolge auf einen Deal mit China: das Land solle Pakistan bei der Konstruktion der Pipeline für Erdgas aus dem Iran unterstützen. Investitionssumme: 2 Mrd. Dollar. Das Gas könnte das Land mit 4.500 MW Strom versorgen.

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Erdgas-Pipeline zum Iran: Pakistan hofft auf chinesische Unterstützung

Der Bau des iranischen Teils ist bereits abgeschlossen – nun soll China Pakistan beim Bau von deren Teil unterstützen (Bild: © Nes Jerry – Fotolia.com)

Nach langwierigen Verhandlungen hoffe das Land auf den Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten im April 2015. Mit dem Bau von rund 700 km Pipeline – vom Hafen von Gwadar im Westen Pakistans bis nach Nawabshah in der südlichen Provinz Sindh – solle das chinesische, staatseigene Unternehmen China National Petroleum Corporation (CNPC) beauftragt werden. Der Bau des Abschnitts würde zwischen 1,5 und 1,8 Mrd. Dollar kosten. Mit einem zusätzlichen LNG-Terminal in Gwadar wäre dann die Summe von 2 Mrd. Dollar erreicht. Unter den vorgeschlagenen Bedingungen würden 85 % der Finanzierung durch ein chinesisches Darlehen gedeckt, während Pakistan den restlichen Teil aufstockt. Die letzten 80 km solle das Land innerhalb von zwei Jahren selbst bauen.

Der Bau des 900 km langen Teils der Pipeline im Iran ist bereits abgeschlossen. Das setzt Pakistan unter Druck, den eigenen Teil fertigzustellen. Der Bau war durch drohende US-Sanktionen für den Handel mit dem Iran ins Stocken geraten.

Hier finden Sie die Originalmeldung von Industrial Info Resources.

(su)

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