Verbundprojekt

EU fördert LNG-Infrastrukturprojekt im Duisburger Hafen

05.01.2018 Das LNG-Infrastruktur-Projekt von Duisburger Hafen AG, RWE und der Universität Duisburg-Essen erhält eine Förderung in Höhe von 740.000 Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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US-Schiefergas: Investition im Wert von 164 Mrd. US-Dollar

Im duisburger Hafen entsteht Infrastruktur zur wirtschaftlichen Nutzung von LNG als Diesel-Alternative. (Bild: Željko Radojko – Fotolia)

Im Rahmen des Verbundvorhabens entsteht eine Infrastruktur für Flüssigerdgas (LNG) im Duisburger Hafen. Zentrales Ziel ist es, in der Region ein funktionierendes Anwendungsumfeld für LNG zu etablieren und den Wissenstand beim Einsatz von LNG zu verbessern. Dies soll CO2– und andere Emission senken und gleichzeitig den Standort und die Region wirtschaftlich stärken. Das Gemeinschaftsprojekt wird im Januar 2018 starten. Es hat eine Laufzeit von 29 Monaten und ein geplantes Ausgabevolumen in Höhe von 1,5 Mio. Euro.

Langfristiges LNG-Geschäftsmodell

Der Projektkern ist der Betrieb einer multimodal nutzbaren mobilen LNG-Tankstelle sowie die forschungsseitig begleitete Umrüstung zweier Hafenumschlagsgeräte von Diesel auf LNG und deren Demonstration im Alltagsbetrieb. In dem Demonstrationsvorhaben legen die Projektpartner einen Fokus auf die Forschung und Entwicklung der LNG-Technologie, was den Wissensstand zum Einsatz von LNG in der Industrie dauerhaft erhöhen soll. In diesem Zusammenhang wird der Testbetrieb von Hafenumschlaggeräten, zum Beispiel Reachstacker und Terminal-Zugmaschinen, unter realen Bedingungen durchgeführt. Die Geräte werden im dualen Diesel- und LNG- sowie im reinen LNG-Betrieb erforscht, getestet und optimiert. Die gewonnenen Ergebnisse sollen zur Entwicklung eines langfristigen Geschäftsmodells für die LNG-Kraftstoff-Nutzung dienen.

„Wir freuen uns, dass das Verbundvorhaben diesen Klimaschutzwettbewerb gewonnen hat und somit eine Förderung erhält. Das Projekt legt mit seinem multimodalen Konzept den Grundstein für eine nachhaltige Mobilität am Leuchtturmstandort Duisburger Hafen“, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading und zuständig für das Industriekunden- und LNG-Geschäft. „Die Förderung würdigt unsere erheblichen Anstrengungen beim Aufbau einer LNG-Infrastruktur. Dadurch leisten wir gemeinsam mit starken Partnern aus der Region einen wichtigen umweltpolitischen Beitrag“, sagt Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG. Arnim Spengler vom Lehrstuhl für Baubetrieb und Baumanagement der Universität Duisburg-Essenfügt hinzu: „Wir rüsten die Versuchsgeräte mit der nötigen Sensorik aus. Bestimmt werden sollen unter anderem der CO2-Ausstoß, die Feinstaub-Emission und Verbrauchsveränderungen, die für die Ökobilanz wichtig sind.“

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