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EU-Grüne erheben Steuervorwürfe gegen BASF

08.11.2016 Der Chemiekonzern BASF soll systematisch und im großen Stil Steuerzahlungen vermieden haben: Rund 923 Mio. Euro habe das Unternehmen mithilfe von Steuer-Schlupflöchern in der EU gespart, so eine Studie der Grünenfraktion im Europäischen Parlament.

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Der Sitz der europäischen Gesellschaft BASF SE in Ludwigshafen ist auch das Herz der weltweit tätigen BASF-Gruppe. Die Grünen im Europaparlament werfen dem Dax-Konzern Steuertricks vor. (Bild: BASF).

Vor allem über seine Niederlassung in den „Steueroasen“ Belgien, Malta, der Schweiz und den Niederlanden spare der Dax-Konzern Steuern, berichtet die SZ online mit Bezug auf die Grünen-Studie. zu diesem Ergebnis kommt die Fraktion der Grünen nach der Auswertung der Finanzberichte dieser Niederlassungen aus den Jahren 2010 bis 2014. Demnach hat das Unternehmen beispielsweise in den Niederlanden nur 0,035 % Steuern gezahlt. Die Studie wirft dem Chemiekonzern ein „perfides System zur Steuervermeidung“ vor. BASF betont dagegen, sich strikt an alle Steuergesetze zu halten: „Steuern sind ein Kostenfaktor“, so eine Konzernsprecherin. „Im Interesse ihrer Anteilseigner strebt BASF im Rahmen der geltenden Gesetze die Reduzierung dieses Kostenfaktors an.“

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