EU-Projekt Copiride fördert zukunftsträchtiges Fabrikkonzept für die chemische Industrie

29.10.2009

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EU-Projekt Copiride fördert zukunftsträchtiges Fabrikkonzept für die chemische Industrie

15 europäische Unternehmen und akademische Partner beteiligen sich am Copiride-Projekt, darunter auch Evonik (Bild: Evonik)

Bei dem EU-Projekt Copiride werden neue Technologien, Prozesse und Fabrikationskonzepte für die „Fabrik der Zukunft“ entwickelt. Koordiniert wird die Initiative mit einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren vom Institut für Mikrotechnik Mainz (IMM).

Im Rahmen des Projektes wollen 15 europäische Unternehmen und akademische Partner ihr fächerübergreifendes Wissen bündeln und vollkommen neue Konzepte für Prozessschritte und Equipment durch Prozessintensivierung, insbesondere mithilfe mikrostrukturierter Reaktoren, entwickeln. Ein Schwerpunkt ist die Standardisierung und Weiterentwicklung der mikrostrukturierten Reaktoren für die Massenproduktion, da diese bisher nur in Labor- und Pilotanlagen eingesetzt werden können. Darüber hinaus gehört zum Forschungsprojekt die effektivere Nutzung von Ressourcen durch mehr Selektivität zum Produkt sowie die Ausnutzung von Prozessfenstern mit um Größenordnungen schnelleren chemischen Umsetzungen. Das Ziel ist, eine multifunktionale und universell einsetzbare Anlagenplattform im kompakten Containerformat zu entwickeln, die für verschiedene Vorgänge oder Prozesse in den Bereichen Lebensmittelzusatzstoffe, Biotreibstoffe, Biomassenumwandlung und Spezialchemie flexibel einsetzbar ist. Durch mögliche Einsparungen innerhalb einer Bandbreite von rund 10 bis 30 Mio. Euro pro Jahr wollen die Beteiligten nicht nur eine Verbesserung der Effizienz und Nachhaltigkeit, sondern auch den Ausbau der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Europa erreichen. Das Projekt soll schließlich in europäischen Klein- und Mittelständischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen in fünf Musterapplikationen demonstriert werden. Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Kommission mit 11 Mio. Euro.

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