Pipeline-Projekt

Europäische Energiekonzerne finanzieren Nord Stream 2

28.04.2017 Die europäischen Energieunternehmen Uniper, Engie, OMV, Shell und Wintershall haben Finanzierungsvereinbarungen mit der Nord Stream 2 AG, dem für Planung, Bau und künftigen Betrieb der Nord Stream 2-Leitung verantwortlichen Unternehmen, unterzeichnet.

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Fünf europäische Energieunternehmen finanzieren mit jeweils 950 Mio. Euro die Hälfte der geplanten Pipeline Nord Stream 2. (Bild: Wintershall)

Fünf europäische Energieunternehmen finanzieren mit jeweils 950 Mio. Euro die Hälfte der geplanten Pipeline Nord Stream 2. (Bild: Wintershall)

Diese fünf europäischen Energieunternehmen haben sich zu einer langfristigen Finanzierung von 50 % der gesamten Projektkosten verpflichtet. Die erwarteten Kosten betragen derzeit 9,5 Mrd. Euro. Die einzelnen Unternehmen werden jeweils bis zu 950 Mio. Euro bereitstellen. Der russische Gaskonzern Gazprom bleibt alleiniger Aktionär der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG.

Strategische Bedeutung für europäischen Gasmarkt

Das finanzielle Engagement der europäischen Unternehmen unterstreicht die strategische Bedeutung des Nord Stream 2 Projektes für den europäischen Gasmarkt. Das Projekt stärkt den Energiekonzernen zufolge sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die mittel- und langfristige Energiesicherheit, gerade vor dem Hintergrund der zu erwartenden sinkenden Produktion in Europa.

Die 1.220 Kilometer lange Nord Stream 2 Gaspipeline, mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, wird eine direkte Verbindung zwischen den russischen Gasreserven und den europäischen Gaskunden von der russischen Küste durch die Ostsee nach Greifswald bieten. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2018 beginnen und bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

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