Evonik beteiligt sich an Airborne Oil & Gas

20.10.2015 Evonik hat sich über seinen Venture Capital Arm an der Airborne Oil & Gas (AOG), IJmuiden, Niederlande, beteiligt. Der Spezialchemiekonzern hält nun einen Minderheitsanteil an dem niederländischen Unternehmen, das über eine einzigartige Technologie zur Produktion von Leitungen aus thermoplastischen Verbundwerkstoffen verfügt.

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Die flexiblen Leitungen sind deutlich günstiger als die bisherige verwendeten Stahl-Versionen (Bild: Evonik)

Die Investition erfolgte gemeinsam mit HPE Growth Capital (HPE) und Shell Technology Ventures. Für den Konzern ist die Öl- und Gasindustrie ein attraktiver Wachstumsmarkt und ein wichtiges Innovationsfeld: „Airborne Oil & Gas passt strategisch hervorragend zu Evonik“, erklärt Bernhard Mohr, Leiter Venture Capital bei Evonik. „Ihre einzigartige Rohrleitungstechnologie und das Hochleistungspolymer-Portfolio von Evonik ermöglichen es uns, neue Lösungen für die Industrie zu entwickeln.“
Die aktuelle Infrastruktur bei der Offshore-Förderung von Öl und Gas besteht entweder aus steifen Stahlleitungen oder aus sogenannten „Flexibles“. Letztgenannte bestehen aus mehreren Schichten Stahl und Polymeren. Die Leitungen aus thermoplastischem Verbundwerkstoff hingegen kommen ganz ohne Stahl aus und sind deshalb unempfindlich gegen Korrosion. Sie sind mechanisch extrem stabil und gleichzeitig flexibel. Außerdem punkten sie mit geringem Gewicht und lassen sich in Längen bis 10 km fertigen. Dadurch lassen sich die Leitungen relativ einfach und kostengünstig installieren. Steife Stahlleitungen werden aus 10 bis 20 m langen Stücken zusammengeschweißt und mit hochspezialisierten und kostenintensiven Schiffen verlegt.

Evonik will im Rahmen seiner Venture Capital Aktivitäten insgesamt 100 Mio. Euro in vielversprechende Start-ups mit innovativen Technologien und in führende, spezialisierte Venture Capital Fonds investieren. Regionale Schwerpunkte sind Europa, die USA und Asien. Aktuell hält Evonik Beteiligungen an sieben Start-ups und drei Fonds.

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