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Evonik nimmt Kieselsäureanlage in Betrieb

21.07.2016 Evonik Industries hat am 20. Juli 2016 seine Anlage zur Produktion von gefällten Kieselsäuren in Americana, São Paulo, Brasilien, in Betrieb genommen. Diese sollen überwiegend in der Reifenindustrie, aber auch in der Lebensmittel-, Futtermittel- und Agroindustrie zum Einsatz kommen.

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Evonik nimmt Kieselsäureanlage in Betrieb

Die gefällten Kieselsäuren sollen überwiegend in der Reifenindustrie zum Einsatz kommen. (Bild: Artur Marciniec)

Die Anlage ist die erste für leicht dispergierbare Kieselsäuren (HD-Kieselsäuren) in Südamerika, die in Betrieb geht.

Die Reifenindustrie in der Region profitiert von dem Wachstum der Automobilindustrie, die in Südamerika in den vergangenen Jahren deutliche Absatzsteigerungen verzeichnete. Der Markt für Leichtlaufreifen – und damit für die HD-Kieselsäuren – wächst in Südamerika spürbar stärker als der Markt für übliche PKW-Reifen. Auf Grund der in Brasilien geplanten Kennzeichnungspflicht für den Energieverbrauch von Reifen rechnet das Unternehmen mit zusätzlicher Nachfrage.

Durch den Einsatz von Kieselsäuren in Kombination mit Silanen können Hersteller Reifen produzieren, die durch einen deutlich geringeren Rollwiderstand zur Einsparung bis 8 % Kraftstoff führen (im Vergleich zu herkömmlichen PKW-Reifen). Leichtlaufreifen leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Dr. Johannes Ohmer, Mitglied der Segmentleitung Resource Efficiency bei Evonik, erläutert: „Wir bieten als einziger Hersteller beide Komponenten an und sind so für unsere Kunden aus der Reifen- und Gummiindustrie ein kompetenter Partner für leistungsfähige Reifenmischungen.“

Der Spezialchemie-Konzern ist laut eigenen Angaben einer der führenden Hersteller von Kieselsäuren. Neben den gefällten Kieselsäuren Ultrasil und Sipernat produziert er auch die pyrogene Kieselsäure Aerosil und Mattierungsmittel auf Kieselsäurebasis unter dem Markennamen Acematt. Insgesamt verfügt das Unternehmen bei den gefällten und pyrogenen Kieselsäuren sowie den Mattierungsmitteln über eine weltweite Kapazität von rund 600.000 t/a.

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