Evonik startet Anlage zur Membranbeschichtung

10.06.2016 Das Spezialchemie-Unternehmen Evonik hat in Marl eine Thin-Film-Composite-Anlage zur Beschichtung von Membranen in Betrieb genommen. Die hergestellten Membranen kommen in der organophilen Nanofiltration sowie der Gasseparation zum Einsatz.

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Evonik startet Anlage zur Membranbeschichtung

In der Thin-Film-Composite-Anlage von Evonik entstehen unter anderem Membranen für die organophile Nanofiltration. (Bild: Evonik)

In der eröffneten Anlage erhalten dünne Membranfilme eine Beschichtung aus speziellen Silikonen oder anderen Materialien. Im weiteren Produktionsprozess entstehen aus den erhaltenen Composite-Membranen lösungsmittelbeständige und gasdichte Spiralwickel-Module. Die Trenneigenschaften der Membranen hängen maßgeblich von der Silikonbeschichtung ab. „Mit der Inbetriebnahme der Thin-Film-Composite-Anlage setzen wir unseren Wachstumskurs im attraktiven Membrangeschäft konsequent fort“, sagt Dr. Matthias Kottenhahn, Leiter des Geschäftsgebiets High Performance Polymers bei Evonik. „Unsere Kunden profitieren nun vom direkten Zugang zu einer fortschrittlichen Membrantechnologie für ressourceneffiziente Stofftrennung.“

Der Konzern vertreibt hydrophobe Polyimidmembranen, die beispielsweise wertvolle homogene Katalysatoren effizient zurückgewinnen, Lösungsmittel wiederaufbereiten oder natürliche Öle schonend verarbeiten lassen, unter den Markennamen Duramem und Puramem. Die Inbetriebnahme der Anlage läutet zugleich den Produktionsstart der dritten Generation dieser Membranen ein. Sie sind auf geringen energieverbrauch, hohe Ausbeute und hohe Trennschärfe aufgrund der maßgeschneiderten Beschichtung ausgelegt. Die Markteinführung ist für die zweite Hälfte des laufenden Jahres geplant.

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