Evonik und Akzo Nobel prüfen JV für Membranelektrolyse in Ibbenbüren

24.07.2014 Evonik Industries, Düsseldorf, und der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel haben Verhandlungen zur Errichtung einer Membranelektrolyse am Akzo-Nobel-Standort in Ibbenbüren aufgenommen. Verhandlungsziel ist ein Joint Venture (JV) zum Neubau und gemeinsamen Betrieb einer Elektrolyse für Kalilauge und Chlor.

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Evonik und Akzo Nobel prüfen JV für Membranelektrolyse in Ibbenbüren

Evonik und Akzo Nobel prüfen die Aussichten für Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Chlor und Kalilauge durch eine Elektrolyseanlage in Ibbenbüren (Bild: @Chad McDerrmott-Fotolia.com)

Bis Ende 2014 sollen die Verhandlungen der beiden Unternehmen zur Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens abgeschlossen sein. Hintergrund dafür ist, dass der Gesetzgeber vorsieht, die Herstellung von Kalilaugen durch die derzeitige Quecksilber-Elektrolyse ab dem Jahr 2018 einstellen zu lassen. Die geplante neue Membranelektrolyse soll dieses Verfahren umweltschonend und nachhaltig ersetzen.

Die Membranelektrolyse in Ibbenbüren soll eine jährliche Nennkapazität von etwa 130.000 t/a für Kalilauge sowie eine Nennkapazität von etwa 82.000 t/a für Chlor haben. Akzo Nobel würde nach Produktionsstart, der für das dritte Quartal 2017 vorgesehen ist, die Vermarktung von Chlor und Wasserstoff übernehmen oder direkt am Standort Ibbenbüren weiterverarbeiten. Evonik übernähme die Kalilauge zur Vermarktung und zur Weiterverarbeitung am Evonik-Standort Lülsdorf. Evonik verarbeitet Kalilauge in Lülsdorf unter anderem zu Kaliumcarbonat (Pottasche) weiter.

(dw)

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