Petrochemie-Komplex

Exxon und Sabic starten Milliardenprojekt an der Küste von Texas

20.04.2017 Die Ölkonzerne Exxon Mobil und Sabic haben einen Ort an der texanischen Küste ausgewählt, um dort einen gemeinsam betriebenen Petrochemie-Komplex zu errichten. Die Investition soll einen Wert von mehreren Milliarden US-Dollar haben.

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Raffinierie // Refinery industrial plant

Exxon Mobil und Sabic planen einen gemeinsam betriebenen Petrochemie-Komplex an der texanischen Küste. (Bild: industrieblick – Fotolia)

Teil des Komplexes soll ein Ethan-Dampfcracker mit einer Kapazität von 1,8 Mio. t/a sein. Die World-scale-Anlage wird eine Monoethylenglykol-Linie und zwei Polyethylen-Linien versorgen. Die Konzerne betonen, dass das Projekt tausende Arbeitsplätze während der Konstruktionsphase sowie 600 feste und 3.500 assoziierte Stellen im fertigen Betrieb schaffen wird. Der geplante Neubau ist eines von elf Projekten, die zur „Growing the Gulf“-Initiative von Exxon Mobil gehören. Diese Initiative mit einem geplanten Investitionsvolumen von 20 Mrd. US-Dollar soll über zehn Jahre die Infrastruktur der Ölindustrie am Golf von Mexico stärken.

„Meilenstein für den Staat Texas“

Nach der Auswahl des Bauplatzes benötigen Exxon Mobil und Sabic nun Genehmigungen für Abwasser und Abluft von der Texanischen Umweltbehörde. Beide Partner wollen ihre endgültige Entscheidung über die Investition erst treffen, wenn diese Genehmigungen erteilt sind. Neil Chapman, der Präsident der Exxon Mobil Chemical Company, bekräftigte, das Projekt sei „ein signifikanter Meilenstein sowohl für die Menschen vor Ort als auch den Staat Texas.“ Er versprach, auf das konstruktive Feedback der Anwohner und Unternehmen vor Ort zu hören, und freue sich auf eine anhaltende Zusammenarbeit.

Sabic-CEO Yousef Abdullah Al-Benyan erläuterte, sein Unternehmen konzentriere sich auf geografische Ausweitung, um auch neue Märkte zu erreichen. „Das geplante Projekt würde Rohstoffe bündeln, vom wachsenden globalen Bedarf an Ethylen-basierten Produkten profitieren, und die starke Position von Sabic in der Wertschöpfungskette stärken.“

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