Vom Labor zum Prozess

Feuchtemessung beim Trocknungsprozess

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18.09.2008 Die Feuchtemessung mit einem Universalprobenehmer erleichtert und vereinfacht eine schnelle Qualitätskontrolle und Prozessüberwachung. In einem Trocknungsprozess sollte ein Laborgerät über eine ausreichend große Probemenge verfügen, um zur schnellen und exakten Rohstoff- und Produktionskontrolle einsetzbar zu sein.

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Entscheider-Facts Für Anwender



  • Die zerstörungsfreie Mikrowellenfeuchtemessung eignet sich für die kontinuierliche Überwachung eines Trocknungsprozesses.
  • Mit einem universellen und ausreichend großen Probenehmer lassen sich die Messergebnisse gut reproduzieren und verschiedene Materialien untersuchen.
  • Über ein Handrad lassen sich im Probennehmer stets die gleichen Druckverhältnisse einstellen.

Feuchtemesssysteme, die direkt in Prozessabläufe eingebunden sind und dort Einfluss auf die Produkteigenschaften nehmen oder Kontrollfunktionen ausüben, sind aus der modernen Verfahrenstechnik nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus sind Systeme gefordert, die den Feuchtegehalt entnommener Proben schnell und genau angeben. Typische Anwendungen finden sich in Labors zur Qualitätsüberwachung, der Rohstoffen oder prozessbegleitend.

Messgerät für Trocknungsverfahren

In der pharmazeutischen Produktion von Siemens in Bad Ems sollte eine prozessbegleitende Feuchtemessung bei der Gewinnung von Mineralsalz eingesetzt werden. Das spezifische Trocknungsverfahren erforderte eine hohe Kontinuität der Messergebnisse. Durch eine ausreichend großen Probemenge sollten die Messungen sehr gut reproduzierbar sein und in kurzen Messzyklen erfolgen. Das Labor-Messgerät sollte zudem bedienerfreundlich und robust gestaltet sein.

Großes Probenvolumen

Bei der zerstörungsfreien Mikrowellenfeuchtemessung treten weder hohe Temperaturen noch große mechanische Kräfte auf. Somit werden die Materialeigenschaften der Probe nicht verändert, die nach der Messung dem Prozessablauf wieder zugeführt werden kann. Für den Trocknungsprozess entwickelte das Unternehmen Franz Ludwig einen Probenehmer mit einem Volumen von 680cm³, dessen dreiteiliger Behälter ist aus V2A-Stahl gefertigt. In dem FL-Mikro-Lab ist im unteren Bereich die Mikrowellesonde integriert. Der mittlere Teil nimmt das Messgut auf. Im oberen Abschnitt befindet sich eine Federanordnung, mit der über ein Handrad und eine entsprechende Skalierung stets die gleichen Druckverhältnisse im Probenehmer einzustellen sind. Die kontinuierlich gleichen Druckverhältnisse sichern eine hohe Messgenauigkeit – auch in Materialien mit geringer Dichte.

Das Aufnehmen der Probe und Messen dauert ca. eine Minute, so dass der Trocknungsverlauf im Prozess ausreichend kontinuierlich beobachtet werden kann. Der dreiteilige Aufbau des Probenehmers erleichtert die Handhabung und Reinigung, sogar mit einem handelsüblichen Hochdruckreiniger.

Standard und freie Kalibrierung

Die FL-Mikro-Lab wird über ein separates Modul an einen kundeneigenen Laptop oder PC angeschlossen. Die Messwertanzeige und –protokollierung, sowie die Parametrierung erfolgt dann über eine Windows-kompatible Software. Beliebige, frei kalibrierbare Eichkurven ermöglichen die Anpassung des Feuchtemesssystems an verschiedene Materialien. Verschiedene, vorkalibrierte Standardkurven erleichtern die Inbetriebnahme.

Das Gerät eignet sich für Anwendungen in der Pharmazeutischen, Chemischen, Textil- und Nahrungsmittel-Industrie sowie für die Bereiche Stein und Erde, Glas, Keramik, Gießereien, Papier, Holz und Bergbau.

Heftausgabe: September 2008

Über den Autor

K. Kliemt,
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