Forest BtL baut BtL-Anlage in Lizenz von Linde in Finnland

29.01.2013 Linde Engineering Dresden, Dresden, hat mit der finnischen Forest BtL eine Lizenzvereinbarung zur Nutzung der Biomasse-Vergasungstechnik Carbo-V unterzeichnet. Die Technik soll in einer neuen Biomass-to-Liquid (BtL)-Anlage in Kemi, Finnland, zum Einsatz kommen.

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Forest BtL baut BtL-Anlage in Lizenz von Linde in Finnland

„Forest BtL hat sich für die Carbo-V-Technologie entschieden, weil es damit möglich ist, kommerziell erhältliche trockene Holzspäne direkt zu verwenden“, sagt Sven Petersen von Linde Engineering Dresden (Bild: Christian Mahlknecht-Fotolia)

Mit der kommerziellen Produktion von Biodiesel und Naphtha soll voraussichtlich Ende 2016 begonnen werden. Die Anlage wird jährlich circa 130.000 t Biodiesel und Naphtha produzieren. Dafür werden 1,5 Mio. t Holz benötigt – ein Rohstoff der zweiten Generation, der nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurriert.

„Linde hatte die Technologie letztes Jahr erworben und in sein Portfolio integriert. Dieser erste Vertrag stellt einen Meilenstein für die Lizenzierung von Carbo-V dar“, erklärt Jörg Linsenmaier, Geschäftsführer von Linde Engineering Dresden. „Forest BtL hat sich für die Carbo-V-Technologie entschieden, weil es damit möglich ist, kommerziell erhältliche trockene Holzspäne direkt zu verwenden“, sagt Sven Petersen, Vice President Carbon and Energy Solutions von Linde Engineering Dresden. „Im Vergleich zu anderen Technologien hat das Carbo-V-Verfahren einen sehr hohen Wirkungsgrad; bezogen auf den eingesetzten Kohlenstoff zum Synthesegas. Zudem ist die Qualität der Synthesegase extrem hoch“, sagt Mikko Kara, CEO von Forest BtL.

Zusätzlich zur Lizenz umfasst der Vertrag auch die Entwicklung des Process Design Package (PDP) für die Vergasung. Weitere Services wie Front-End Engineering Design (FEED) für die Vergasung sowie für die Shift-Reaktion und die Gasreinigung sind vordefiniert.

Das Projekt wird teilweise über das NER300-Programm der EU für zukunftsweisende, kohlenstoffarme Technologien finanziert. Im Rahmen dieses Programms werden innovative Projekte für erneuerbare Energien, Netzintegrationsprojekte sowie bis zu zwölf CCS-Projekte gefördert.

(dw)

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