CT-Produktfokus Prozesssensoren

Fühler IM System

11.05.2007 In der Produktion ist das Erfassen von verschiedenen Parametern direkt im Prozess eine der wichtigsten Aufgaben. Der Markt hält dafür unzählige Sensortypen bereit. Dabei die Übersicht zu behalten, fällt schwer. Ob bestehende Baureihen erweitert oder neue Sensoren entwickelt wurden – unser Produktfokus zeigt wieder, was sich in den letzten Monaten auf dem Gebiet von Feuchte, pH- und Temperatursensoren getan hat.

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Durch einen PTFE-Taschenfilter geschützt Der digitale Feuchte-/Temperatursensor PMU-G von VIC Sensorcontol beinhaltet das Sensorelement FE09/4. Geschützt durch einen PTFE-Taschenfilter misst das Messelement die relative Luftfeuchtigkeit. Die Elektronik sowie die rückseitigen Steckkontakte sind wasserdicht mit Kunststoff umspritzt. Das Dünnschichttechnologie Element besteht aus einer Trägerplatte, auf der die Elektroden aufgebracht sind und einer darüberliegenden hygroskopischen Schicht aus Polymer. Diese Schicht nimmt (Luft) Wassermoleküle auf oder gibt diese ab und verändert somit die Kapazität des Kondensators. Die gemessenen Feuchtewerte werden in der Elektronik mit den dort abgelegten Kalibrierwerten verrechnet und als kalibriertes, digitales ASCII-Protokoll ausgegeben. Der Messkopf ist zusätzlich mit einem Temperaturfühler Pt1000 1/3DIN ausgestattet.

Niedrigstdrucksensoren für OEM Die neue HCLA-Serie von Sensortechnics stellt neue Druckmesssensoren in Miniaturgehäusen vor. Diese nutzen die ASIC-Technologien zur Signalverarbeitung und stellen gleichzeitig analoge Spannungs- und digitale I2C-Ausgangssignale bereit. Als Option sind SPI-Digitalausgänge sowie verschiedene Schalt- und andere Ausgangssignale verfügbar. In allen HCLA-Sensoren sorgt eine Doppelchip-Technologie für hohe Offset-Stabilität und hohe Lageunempfindlichkeit. Durch eine optionale 3V Spannungsversorgung (Standard 5V) eignen sich die Sensoren auch für batteriebetriebene Anwendungen. Die Sensoren sind einsetzbar für Relativ- und Differenzdruckmessungen von 2,5…75 mbar.

Drucksensor mit hoher Messgenauigkeit Mit der Baureihe PI7 stellt Ifm Electronic einen frontbündigen Drucksensor mit hoher Messgenauigkeit vor. Die Schaltpunktgenauigkeit von 0,2% und eine schnelle elektronische Temperaturkompensation bieten hohe Sicherheit bei binären Steuerungsprozessen. Der Messbereich liegt je nach Ausführung zwischen -0,124 2,5 bar, von -1 bis 10 bar oder von -1 bis 25 bar und die Mediumtemperatur von -25 bis 125 °C (145°C max. 1 h). Durch die beiden unabhängigen Schaltausgänge ist die Überwachung von zwei Schaltpunkten in einem definierten Druckbereich möglich. Durch die überlastfeste und driftfreie Keramikmesszelle in hoher Reinheit (99,9 %), das O-Ring-freie Dichtungskonzept und das hygienische Gehäusedesign eignen sich die Sensoren der Baureihe PI7 speziell für die Prozess-, Hygiene- und Lebensmittelindustrie. Der Prozessanschluss erfolgt je nach Ausführung über ein G¾A oder Aseptoflex-Adaptergewinde.

PH im hohen Temperaturbereich messen Emerson Process Management stellt eine neue Generation von Hochtemperatur-pH-Sensoren vor. Diese Sensoren sind speziell für eine lange Lebensdauer bei hohen Temperaturen ausgelegt. Die neuen Modelle 3300HT und 3400HT der PERph-X-Linie von Rosemount Analytical können dauerhaft bei Temperaturen bis 145°C eingesetzt werden. Das bruchunempfindliche AccuGlass-pH-Glas behält auch bei extremen pH-Werten und langer Verweildauer in Prozessmedien in hohen Temperaturen eine hohe Empfindlichkeit. Die neue Einstabmesskette verfügt über ein verbessertes Zweifachdiaphragma. Ein weiteres Merkmal ist die Erneuerbarkeit der Elektrolytfüllung der Referenzelektrode, die je nach Anwendung auch speziell ausgeführt sein kann. Der Eintrag des Referenzelektrolyten in das Prozessmedium wird über ein poröses Diaphragma aus Teflon geregelt. Der modulare Aufbau des Sensors erlaubt einen einfachen Austausch des Diaphragmas, was gerade in Medien mit hoher Schmutz- oder Ölbelastung von Vorteil ist, so der Hersteller. Das Gehäuse aus Titan und Ryton widersteht hohen Temperaturen und Drücken.

Wacht über Behälter Zur Füllstandsüberwachung in Behältern bietet EGE die neuen Mikrowellensensoren der Baureihe MFC, die auf Medienberührung an der Sensorspitze reagieren. MFC-Sensoren eignen sich für nahezu alle Behälter, Sensorumgebungen und Medien. Öle werden ebenso erfasst wie Wasser, Laugen oder Granulate. Die aus Edelstahl und PTFE gefertigten Geräte sind mit Längen zwischen 120 und 1000mm lieferbar. Sie sind für einen Temperaturbereich von -20 bis 85°C konzipiert und bieten Schutzart IP67. Versorgt werden die Sensoren mit einer Betriebsspannung von 8…30VDC, der Anschluss erfolgt über eine M12-Steckverbindung.

Hygienische Leitwertsonde Die Leitfähigkeit kann konduktiv oder induktiv gemessen werden. Induktiv wird vor allem bei sehr hohen Leitwerten gemessen und dort, wo das Messmedium stark verschmutzt ist oder zu Anhaftungen neigt. Die induktive Leitwertsonde Typ 202759 von Jumo, die im vierten Quartal 2007 auf den Markt kommen soll, erfüllt die hygienischen Anforderungen der EHEDG-Richtlinien. Sie kann direkt im Produkt eingesetzt werden. Die Sonde ist mit einem integrierten Temperatursensor Pt1000 ausgestattet und wird mit den üblichen Prozessanschlüssen wie Milchkegel DN40/50, Clamp oder Varivent erhältlich sein. Auch eine Eintauchversion und Gewindetypen sind geplant. Da induktive Leitwertsensoren kein „normiertes“ oder „standardisiertes“ Signal ausgeben, sind die Sonden primär zur Anbindung an die Messumformer CTI-750 und Aquis 500 Ci vorgesehen. Für interessierte Anwender, die eigene Auswertelektroniken bauen möchten, kann der Sensor aber auch als OEM-Variante geliefert werden.

Messsignalwandler im IP-68-Gehäuse Mit dem Messsignalwandler Pikos 1201 pH hat Knick die dezentrale Messsignalauswertung weiter vereinfacht. Das etwa streichholzschachtelgroße Gerät ist für die direkte Anbindung von pH-Messketten an Steuerungen mit speisendem 4…20-mA-Eingang konzipiert. Neben der Spannungsversorgung erübrigt sich damit auch eine separate Auswerteeinheit, deren Aufgabe von der Steuerung gleich mit übernommen wird. Der Wandler sorgt für die Impedanzwandlung, die galvanische Trennung und die sichere Übertragung der analogen Messsignale zur Steuerung, in der bei Bedarf Nullpunkt und Steilheit justiert werden. Die Montage erfolgt werkzeuglos. Dabei wird der Wandler einfach über ein kurzes Kabel mit AS9-Buchse mit dem Elektrodenkopf der Messkette verbunden; zum Anschluss des Stromausgangs dient ein robuster M12-Rundsteckverbinder. Der Messsignalwandler ist für Umgebungstemperaturen von -10 bis 70°C ausgelegt. Die Prüfspannung beträgt 1500V AC (50 Hz).

Hitzeverträglich in drei Stufen Um die Temperatur auch in hygienischen Prozessen messen zu können, wurde der Jumo-Temperaturfühler Dtrans T100 komplett in einem Sensorgehäuse gekapselt. In das Gerät ist ein Zweidraht-Messumformer integriert. Mit aufgestecktem Maschinenstecker entspricht es der Schutzart IP67 nach DIN EN 60 529. Je nach Temperaturbereich sind verschiedene Varianten des Widerstandsthermometers erhältlich: Die Standardversion kann Temperaturen zwischen -50 bis 200°C messen, mit Halsrohr ist es für Temperaturen bis zu 260°C geeignet. Eine weitere Ausführung ohne Halsrohr und ohne eingebauten programmierbaren Zweidraht-Messumformer wird zur Messung von Temperaturen im Bereich von -50 bis 150°C verwendet. Der elektrische Anschluss erfolgt mit einem 4-poliegen Maschinensteckers M12x1. Als Sensorelemente kommen Pt100- oder PT1000-Temperatursensoren in Zwei- oder Vierleiterschaltung zum Einsatz.

Heftausgabe: Mai 2007

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Röhl
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