Sicherheit ganz ohne Stress

Füllstandmessung bei Bayer Cropscience

Anlagenbau
Chemie
Pharma
Ausrüster
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

07.12.2015 Seit über 50 Jahren produziert Bayer Cropscience am Standort Dormagen Pflanzenschutzmittel. Mit Hilfe vielstufiger chemischer Herstellverfahren entstehen hier neue Wirkstoffe und Zwischenprodukte. Dormagen ist der wichtigste Standort des Unternehmens, er wurde kontinuierlich erweitert, die Wirtschaftlichkeit gesteigert und die Umweltbelastung gesenkt. Heute arbeiten hier etwa 1.000 Menschen, die Produktionspalette umfasst 34 Wirkstoffe.

Anzeige

Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Der Vibrationsgrenzschalter Liquiphant Failsafe ist zusammen mit der Auswertekarte Nivotester FTL825 vor allem für schwierige Anwendungen geeignet.
  • Die wichtigsten Kennzeichen: permanente System-Selbstüberwachung ohne Geräteausbau und geeignet für Temperaturen von - 60 bis 280 °C.
  • Aufgrund des hohen Sicherheitslevels (Fehlersicherheit nach VDI/VDE 2180) kann auf die wiederkehrende Prüfung des Liquiphant Failsafe mit oder ohne Auswertekarte FTL825 bis zu zwölf Jahre verzichtet werden.

Der Grenzschalter Liquiphant Failsafe zeigt in herausfordernden Anwendungen seine ganze Leistungsfähigkeit und zeigt mit der Auswertekarte Nivotester FTL825 sein ganzes Potenzial. Die wichtigsten Kennzeichen: permanente System-Selbstüberwachung ohne Geräteausbau und bis zu zwölf Jahre ohne wiederkehrende Prüfung. Bayer Cropscience setzt auf diese Technologie.

Sicherheitsfaktor Überfüllsicherung nach WHG
Die zuverlässige Funktion einer Überfüllsicherung ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor für Mensch, Umwelt und Betrieb. Den gesetzlichen Rahmen bildet hier unter anderem das Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Die Prüfung dieses Schutzes und der nachgeschalteten Anlagenteile ist häufig mit hohem Aufwand und teils nicht unerheblichem Gefahrenpotenzial verbunden.

Um die Funktion der Überfüllsicherung zu kontrollieren, kann ein Behälter bis zur Ansprechhöhe befüllt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, den Grenzschalter auszubauen und in ein vergleichbares Medium einzutauchen. Dabei entsteht allerdings deutlich erhöhter Aufwand für den Aus- und Einbau. Zudem steht in der Folge häufig die Anlage für einen längeren Zeitraum still, was wiederum Produktionsausfälle verursacht. Darüber hinaus besteht beim Einsatz beispielsweise von Säuren oder Laugen ein erhöhtes Gefährdungspotenzial für das Personal. Nicht zuletzt könnte die Messtechnik beim Ein- und Ausbau beschädigt werden.

Die Überwachung von Risikostoffen
benötigt starke Argumente

Bei der Verfahrensentwicklung im VZ-Betrieb (Vielzweck)  von Bayer Cropscience kommen Gefahrenstoffe wie beispielsweise Blausäure, die eine fachgerechte Lagerung und einen sensiblen Umgang erfordern, zum Einsatz. Aufgrund der technischen Ausstattung des Betriebs lassen sich hier anspruchsvolle Prozesse realisieren, Rezepturen für den späteren Produktionsmaßstab entwickeln und definieren. Die Symbiose von Entwicklungslaboratorien und Produktionsbetrieb ermöglicht einen reibungslosen Übergang vom Gramm- in den Tonnen-Maßstab.

Als Überfüllsicherung ihrer Behälter verwendet

Bayer Cropscience den Vibrationsgrenzschalter Liquiphant Failsafe. Durch Programmierung eines Funktionsbausteins wurde der Grenzschalter direkt an eine (S)SPS (sicherheitsgerichtete speicherprogrammierbare Steuerung) angeschlossen.

„Für uns steht die Sicherheit im Vordergrund“, erklärt Dipl.-Ing. Michael Dahmen, Head of IND Process Control Engineering bei Bayer Cropscience. „Neben der permanenten Selbstüberwachung des Systems hat uns überzeugt, dass der Liquiphant Failsafe für die wiederkehrende Prüfung nicht ausgebaut werden muss.“

Heftausgabe: Dezember 2015
Seite:
Markus Schmid, Fachverantwortlicher Füllstand bei Endress+Hauser

Über den Autor

Markus Schmid, Fachverantwortlicher Füllstand bei Endress+Hauser

Markus Schmid, Fachverantwortlicher Füllstand Endress+Hauser

Loader-Icon