Variable Position des Einstellventils

Gas-Durchflussmessgerät DK 800

29.07.2010 Die Position des Einstellventils bei Durchflussmessgeräten kann bei der Durchflussmessung von Gas von entscheidender Bedeutung sein. Wird mit einem Ventil am Eingang des Messgerätes der Durchfluss gedrosselt, bewirkt dies eine Druckreduzierung im dahinter liegenden Messrohr. Aufgrund der Kompressibilität von Gasen führt diese Änderung des Betriebsdrucks zu einem signifikanten Messfehler. Die Schwebekörper-Geräte der DK-Serie von Krohne werden deshalb auch in der Ausführung „Einstellventil am Ausgang“ angeboten.

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Gas-Durchflussmessgerät DK 800

Bild 1: Durchflussmessgerät DK 800 mit integriertem Einstellventil wahlweise am Eingang oder Ausgang (Bild: Krohne)

Eine Reduzierung des Drucks im Messrohr eines Schwebekörper-Durchflussmessgerätes von 5 auf 4 bar Absolutdruck hat beispielsweise einen Messfehler von knapp 12 % zur Folge. Dementsprechend fließt unbemerkt mehr oder weniger Gas als das Messgerät anzeigt. Bei der Positionierung des Ventils am Ausgang entsteht der Druckabfall hingegen erst hinter dem Messrohr und beeinflusst die Messung nicht.

Das Einstellventil kann in einigen Fällen auch vor dem Messgerät liegen, beispielsweise wenn ein Gas gegen konstanten Druck (z.B. Atmosphärendruck) gemessen wird. In diesem Fall wird das Messgerät allerdings nicht auf den Vordruck, sondern auf den im Messrohr vorherrschenden konstanten Ausgangsdruck kalibriert. Auch bei der Messung von Flüssigkeiten ist die Ventilposition nicht ausschlaggebend, da die Kompressibilität von Flüssigkeiten selbst bei hohen Drücken vernachlässigbar ist.

Die DK-Serie besteht aus einer Reihe von Kleinstmengen-Durchflussmessgeräten mit Glas- oder Metallkonen, die von der Zuleitung zu Gaschromatographen oder Inertisierungsgasmessungen in der Chemie bis hin zur Messung von Narkosegasen in Krankenhäusern in vielen verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden.

 

 

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