Markt

GDCh: Berufsperspektiven für Chemiker

06.04.2004

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Die Industrievertreter im Vorstand der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) äußerten sich anlässlich der letzten Vorstandssitzung zu den Berufsperspektiven für Chemiker. Ihr Fazit: Die langfristigen Perspektiven sind gut, auch die Einführung der neuen Bachelor- und Masterabschlüsse wurde überwiegend begrüßt. An den Hochschulen wird die Chemie als Basis und Querschnittswissenschaft weiterhin eine bedeutende Rolle spielen.


Bei der BASF betrachtet man die chemische Industrie als Innovationsmotor für die gesamte Volkswirtschaft und sieht deswegen nach wie vor sehr gute Berufsperspektiven für hochqualifizierte, leistungsorientierte und international ausgerichtete Chemiker. Die BASF-Gruppe hat in den vergangenen Jahren in Deutschland konstant ca. 100 Naturwissenschaftler, überwiegend Chemiker, eingestellt.


Auch bei Merck gibt es einen kontinuierlichen Nachwuchsbedarf an Naturwissenschaftlern. Die Thematik der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland sei für das Unternehmen nicht so wichtig, da man sich mit „Spezialitäten“ und nicht mit „Commodities“ befasse.


Mit der im November 2003 verkündeten Umstrukturierung (Abspaltung des „Chemiegeschäftes“ als unabhängige NewCo) habe Bayer gleichzeitig für den „Rest“ ein klares Bekenntnis zur Innovation als Wachstumstreiber abgegeben. Sehr gute allgemeine Fachkenntnisse, unabhängig ob in einem Diplom- oder Masterstudiengang erworben, stehen auch bei Wacker-Chemie an erster Stelle des Anforderungsprofils. Henkel sieht Innovationen als strategisches Instrument und stellt dazu langfristig Ressourcen bereit.


Bei Schering stellt man unter anderem folgende Anforderungen an junge Chemiker: erstklassige Abschlüsse, kurze Studiendauer, Doktortitel, ein Post-Doc-Aufenthalt in einer renommierten Forschungsgruppe, Auslandsaufenthalt, sehr gute Englischkenntnisse und vor allem exzellente Chemiekenntnisse.

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