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GDCh: Weniger Anfänger im Studienfach Chemie

02.09.2008

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Seit vier Jahren, nach dem Höchststand von 6381 Anfängern im Jahr 2003, sinkt die Zahl derer, die ein Chemiestudium beginnen, kontinuierlich auf jetzt 4988 Personen. Die jährlich von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) veröffentlichten Statistiken hatten in den neunziger Jahren die Alarmglocken schrillen lassen, als nurmehr knapp 3000 Studienanfänger im Diplomstudiengang Chemie registriert wurden.

Aus den Statistiken von 2004 bis 2007 bereits den Trend zu abnehmenden Studierendenzahlen im Fach Chemie herauszulesen, hält die für die Statistik verantwortliche Abteilungsleiterin bei der GDCh für verfrüht: „Die Politik wird nicht müde zu betonen, wie wichtig die MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-, Natur- und Technikwissenschaften) für den Erfolg der deutschen Volkswirtschaft sind“, sagt Dr. Karin Schmitz. Sie verweist auch auf eine im Auftrag des BMBF erstellte und im Juli veröffentlichte Studie hin, die belegt, dass Absolventen der MINT-Studiengänge sehr geringe Arbeitslosenquoten aufweisen und Spitzeneinkommen beziehen. „Solche Aussagen bleiben nicht ungehört.“

Außerdem beobachtet die GDCh, dass mit der Studienreform zahlreiche neue chemienahe Studiengänge entstanden sind. Wachsende Zahlen an Studienanfängern werden im Studiengang Biochemie registriert – die Zahl liegt jetzt bei 1000 – und auch das Studium der Wirtschaftschemie nimmt weit über 100 Studierende auf. Ferner gibt es in Deutschland den Studiengang Lebensmittelchemie mit über 400 Studienanfängern jährlich. Und schließlich meldeten die Fachhochschulen über 1700 Chemieanfänger. „Die Zahlen zum Studiengang Lehramt Chemie konnten von uns nur unvollständig ermittelt werden; verlässliche statistische Aussagen sind hier kaum möglich“, bedauert Schmitz. „So können wir die häufig gehörte Klage, dass zurzeit zu wenig Chemielehrer ausgebildet würden, nicht durch Zahlen untermauern.“

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