Konzernumbau

General Electric will 4.500 Stellen in Europa streichen

06.12.2017 Der US-Industriekonzern General Electric (GE) plant offenbar den Abbau von rund 4.500 Arbeitsplätzen in Europa, etwa 1.000 davon in Deutschland. Hintergrund ist die Übernahme der Energiesparte vom französischen Konkurrenten Alstom.

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Erst Siemens, nun GEc: Nach dem deutschen Industriekonzern will nun Medienberichten zufolge auch dessen Konkurrent aus den USA massiv Stellen abbauen. Als Folge der Alstom-Übernahme im Jahr 2015 sollen tausende Arbeitsplätze fallen. In Deutschland seien 1.000 bis 1.050 Stellen betroffen, in der Schweiz bis zu 1.300 und in Großbritannien bis zu 670, berichtete die französische Wirtschaftszeitung „Les Echos“. Von GE selbst gibt es zum Stellenabbau keine Stellungnahme. Der Konzern meldete aber, er wolle das Geschäft überprüfen und sich an den Markt anpassen. An über 50 Standorten in Deutschland beschäftigt GE rund 10.000 Mitarbeiter. Von Stellenkürzungen war bereits Anfang 2016 besonders der Standort Mannheim betroffen.

Nach dem Einbruch der Rohstoffpreise war die Übernahme der Alstom-Energiesparte problematisch geworden, da der Konzern seine Abhängigkeit an das Öl- und Gasgeschäft verstärkt hatte. Ratingagenturen hatten daraufhin die Kreditwürdigkeit des Konzerns herabgestuft. Neben dem angekündigten Umbau reagierte GE auch mit gekürzten Dividenden. Neben dem Energiebereich stärkt das Unternehmen auch seine Aktivitäten in der Luftfahrt und Medizintechnik.

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