Keine Übernahme

Gerichtsurteil: Akzo darf ablehnen

30.05.2017 Den Investoren gefällt eine Übernahme des Farbenherstellers Akzonobel durch den US-Konkurrenten PPG, die Konzernführung hat aber schon dreimal abgelehnt. Ein Gericht in den Niederlanden hat nun bestätigt, dass das Unternehmen keine Übernahmeverhandlungen führen muss.

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Ein niederländisches Gericht hat einen Antrag der Investoren abgewiesen und entschieden, dass Akzonobel keine Übernahmeverhandlungen mit PPG beginnen muss. (Bild: vege – Fotolia)

Nachdem Akzonobel auch das dritte Angebot von PPG im Wert von mittlerweile rund 27 Mrd. Euro ausgeschlagen hatte, hatten die Investoren einen Antrag beim Gericht gestellt. Dieser sollte den Konzern wenigstens zu Verhandlungsgesprächen zwingen. Besonderen Druck übten dabei der Hedgefonds Elliott Advisors und der Finanzinvestor Columbia Threadneedle aus. PPG hatte das Gebot als „letzte Einladung“ bezeichnet.

Dem Akzo-Management war jedoch auch dieses Angebot noch zu niedrig, um Verhandlungen zu beginnen. Das Gericht bestätigte diese Position nun und wies den Antrag ab, berichtet das Handelsblatt. Das Urteil verpflichtet die Geschäftsführung jedoch auch, die Aktionäre besser über die Gründe für eine Ablehnung zu informieren.

Eine Übernahme von Akzonobel durch PPG würde die beiden größten Farb- und Lackfirmen der Welt verschmelzen. Akzo will mit neu ausgerichteter Unternehmensstrategie inklusive Aufspaltung jedoch seine Unabhängigkeit erhalten.

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