Homburg & Partner-Studie

Geschäftsklima in der chemischen Industrie positiv

17.07.2017 Drei von vier befragten Führungskräften in der chemischen Industrie sind mit der aktuellen Geschäftslage im eigenen Unternehmen „völlig zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Dies geht aus der 13. Auflage des Chemiemonitors der international tätigen Managementberatung hervor.

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Zuletzt war das Geschäftsklima in der Chemie laut Homburg & Partner im Jahr 2011 so gut. (Bild: amridesign – Fotolia)

In einer nach Schulnoten gewichteten Skala erreichte der Index für die derzeitige Gesamtzufriedenheit einen Durchschnittswert von 2,1. Es handelt sich hierbei um den zweitbesten Wert seit der ersten Auflage der Homburg & Partner-Studie im Jahr 2011. Der regelmäßig veröffentlichte Chemiemonitor zeigt die aktuelle Geschäftslage sowie Trends und Herausforderungen in der Chemiebranche auf. Im ersten Halbjahr 2017 wurden knapp 40 Führungskräfte aus Marketing und Vertrieb in der Chemieindustrie zu branchenrelevanten Themen befragt.

Digitale Transformation ganz oben auf der Agenda

Die digitale Transformation ist laut Umfrageteilnehmer das wichtigste Thema im eigenen Unternehmen,  gefolgt von Veränderungen im Wettbewerbsumfeld durch die anhaltende Konsolidierungswelle sowie Innovation und Nachhaltigkeit. Die Fokusthemen haben sich seit der letzten Befragung nicht verändert, die Priorisierung ist jedoch neu. Eine große Mehrheit der Befragten sieht in der Digitalisierung einen wichtigen Werttreiber für die eigenen Marketing- und Vertriebsaktivitäten.

„Chemieunternehmen sind davon überzeugt, dass sich eine erfolgreiche digitale Transformation entlang des gesamten Vertriebs- und Marketingprozesses positiv auf die langfristige Wettbewerbsfähigkeit auswirken wird. So führt beispielsweise der Einsatz digitaler Tools neben Effizienzsteigerungen zu einer schnelleren Entscheidungsfindung und höheren Individualisierungsgraden. Dabei werden sich die Anforderungsprofile an Vertriebsmitarbeiter maßgeblich verändern, da sie künftig verstärkt strategische Aufgaben übernehmen werden“, erklärt Alexander Lüring, Partner und Leiter des Kompetenzzentrums Chemie bei Homburg & Partner.

Stimmung zuletzt im Jahr 2011 so optimistisch wie heute

Neben einer gesteigerten Gesamtzufriedenheit haben sich auch die Geschäftserwartungen in der Chemiebranche mit einem Durchschnittswert von 2,3 im Vergleich zum Frühjahr (2,5) verbessert. Dieser Spitzenwert wurde zuletzt im Jahr 2011 erreicht. „Die guten Geschäftserwartungen stellen keine Überraschung dar. Eine kontinuierlich stabile Auftragslage in Kombination mit günstigen Marktentwicklungen und positiven Wachstumsaussichten sorgen für einen optimistischen Ausblick in der chemischen Industrie. Es spricht aktuell auch nichts dagegen, dass die Auftragsbücher weiterhin voll bleiben“, kommentiert Lüring.

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