Markt

Großauftrag für deutsche Chemie

21.10.2008

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Im August und September 2008 erhielt die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal, Aufträge über mehrere Millionen Euro zur Ausrüstung einer neuen Kunststoff produzierenden Fabrik im Industriepark Höchst in der Nähe von Frankfurt. Der Lieferumfang umfasst 102 Chemienormpumpen und 18 Kanalrad­pumpen sowie sechs Prozesspumpen für hohe Temperaturen. Außerdem wurden 46 wellen­dichtungslose Pumpen und sieben Kühlwasserpumpen mit horizontal geteiltem Gehäuse bestellt. Letztere haben Antriebsleistungen bis 780 kW. Die meisten Pumpen in der Produktionsanlage werden aus besonders hochwertigen, korrosionsbeständigen Edelstählen gefertigt. Als Antriebe sind zwei- oder vierpolige Elektromotoren vorgesehen, von denen die größten eine Leistung von über 355 kW haben werden. Um zu verhindern, dass die Kunststoffe bereits in den Pumpen anfangen zu polymerisieren, sind die meisten der Gehäuse mit einem Heizmantel ausgestattet. Dieser verhindert eine unerwünschte Abkühlung des Mediums. Aufgrund der Erweiterung des Flughafens Frankfurt ist das Unternehmen gezwungen, seine Kunststoff­produktionsanlage in Kelsterbach aufzugeben. Da mit der Verlagerung der Anlage auch die Kapazität der Fabrik erweitert werden soll, bauen die Betreiber die Produktionsanlage am neuen Standort zum größten Teil neu auf. Der Produktionsbeginn ist voraussichtlich im Juni 2011. Das Unternehmen wird dann jährlich rund 140.000 Tonnen Kunststoff produzieren. Diese kommen vor allem im Konsumgüterbereich, bei der Herstellung von Kunststoffteilen in der Medizintechnik, Haushalts-Geräten und in der Automobil­industrie zum Einsatz. Die Lieferung erfolgt im Sommer 2009 in mehreren Losgrößen. Der Pumpenhersteller erhielt den Auftrag unter anderem, weil der Kunststoffproduzent in seinem Werk positive Erfahrung mit den Pumpen gemacht hat. Außerdem erfüllt die KSB-Gießerei in Pegnitz die strengen Anforderungen bei den zu liefernden Werkstoffqualitäten.

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