Hager + Elsässer modernisiert Kläranlage in Russland

07.08.2012 Der Stuttgarter Anlagenbauer Hager + Elsässer erhält den Zuschlag, in der südrussischen Stadt Rostow die kommunale Kläranlage zu modernisieren. Für das Unternehmen ist das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 38 Mio. Euro für den Bau einer neue Schlammbehandlungsanlage der größte Auftrag in seiner Firmengeschichte.

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Hager + Elsässer modernisiert Kläranlage in Russland

Schematische Darstellung der geplanten Klärschlammbehandlung in Rostow. Die Inbetriebnahme der modernisierten Kläranlage ist für Anfang 2015 geplant (Bild: Hager + Elsässer)

Mit einem energieoptimierten Konzept und der hohen Wertschöpfungstiefe setzte sich der Spezialist für Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung gegen namhafte internationale Wettbewerber durch. Der Anlagenbauer ist Teil der SH+E Group und konnte als Generalunternehmer innerhalb der Gruppe im Juli 2012 nach intensiven Verhandlungsgesprächen den Großauftrag besiegeln. Das Vorhaben im Rahmen des in Russland staatlich geförderten Projekts „Sauberer Don“ umfasst die Planung und Errichtung einer kompletten Schlammbehandlungsanlage für eine Million Einwohnerwerte. Die Bauzeit des gesamten Projekts wird nach einer Planungsphase von drei bis sechs Monaten etwa 24 Monate betragen.

Die Anlage beinhaltet die Faulung, Trocknung und anschließende Verbrennung des Schlamms. Eine optimale Kombination des dreistufigen Verfahrens führte dazu, dass die elektrische Energieproduktion der Anlage weit über dem Eigenstrombedarf liegt. Der Überschuss wird in das öffentliche Netz der Stadt Rostow eingespeist. „Mit dieser positiven Energiebilanz hatten wir klar die Nase vorn“, so Stefan Köppl, Geschäftsführer und operativ verantwortlich für den Bereich kommunale und industrielle Kläranlagen. Frank-Michael Hahn, kaufmännischer Geschäftsführer, ergänzt: „Ausschlag gab zudem die Sicherheit, die wir unseren Kunden als Generalunternehmer mit hoher Wertschöpfungstiefe bieten können, alle Anlagenteile werden innerhalb der SH+E Group bereitgestellt“.

Das ausgeschriebene Projekt fordert eine Entsorgung des in der Kläranlage anfallenden Primär- und Überschussschlamms. Dieser wird in einem Bandtrockner getrocknet und dann verbrannt. Die Abhitze des Rauchgases aus der Schlammverbrennug wird mit einer ORC-Turbine zur Stromerzeugung genutzt. Das bei der Faulung gewonnene Biogas wird in Blockheizkraftwerken in elektrischen Strom umgesetzt.

(dw)

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