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Hohe Baukosten, niedriger Ölpreis: Shell verabschiedet sich von Megaprojekt in Katar

15.01.2015 Der Energiekonzern Shell hat sich von den Plänen für das Al Karaana genannte Mega-Petrochemieprojekt in Katar verabschiedet. Durch den gesunkenen Ölpreis und zu hohe Engineering- und Baukosten sei das auf 6,5 Mrd. USD budgetierte Projekt unwirtschaftlich geworden.

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Hohe Baukosten, niedriger Ölpreis: Shell verabschiedet sich von Megaprojekt in Katar

Im Dezember 2010 war die Welt noch in Ordnung: Damals stellten Quatar Petroleum und Shell gemeinsam die Pläne für den Petrochemiekomplex Al Karaana vor (Bild: Shell)

Der ursprüngliche Plan sah vor, in Ras Laffan Industrial City gemeinsam mit Quatar Petroleum bis 2018 einen Petrochemiekomplex zu bauen, der unter anderem einen Erdgas-Steamcracker, eine Monoethylenglykol-Anlage sowie Olefinanlagen umfasste. Den Auftrag für das Front End Engineering and Design (FEED) hatte sich der US-Anlagenbauer Fluor gesichert.

In einer Presseerklärung von gestern heißt es, die Angebote der EPC-Anlagenbauer seien speziell im derzeitigen ökonomischen Umfeld zu teuer gewesen.

Internationale Ölkonzerne haben bereits im vergangenen Jahr damit begonnen, ihre Investitionen zurückzufahren. Der seit Herbst 2014 stark gefallene Ölpreis dürfte die Sparbemühungen weiter verschärfen. Mit weniger als 60 US-Dollar pro Fass dürften weitere Upstream- und Petrochemieprojekte in Frage stehen.

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(as)

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