Kommentar: Monsanto-Übernahme – gefährlicher Größenwahn

Bayer feiert sich für die 66 Mrd. Euro schwere Übernahme von Monsanto, auch wenn einige Investoren nervös über die Dimensionen des Deals sind. In einem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung beschreibt Autorin Silvia Liebrich ganz andere Gefahren: Sollte die EU-Kommission die Übernahme genehmigen, „dann werden bald nur noch drei große Agrarkonzerne knapp 60 Prozent des weltweiten Marktes für Saatgut kontrollieren und fast drei Viertel bei Pestiziden. Ihnen stehen Milliarden Abnehmer gegenüber, nicht nur Bauern, sondern indirekt auch ein großer Teil der Menschheit, der sich nicht selbst mit Nahrung versorgen kann.“ Kurz: Die Auflagen an die Fusionspartner seien möglicherweise zu schwach, die Gefahr eines marktkontrollierenden Oligopols zu ausgeprägt. Darum solle die EU die Mega-Übernahme stoppen.

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