Industrie 4.0: Fraunhofer startet Initiative für sicheren Datenraum

01.10.2015 Die Fraunhofer-Gesellschaft hat gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern - unter anderem aus Chemie und Pharmaunternehmen - eine Initiative für einen sicheren Datenraum geschaffen. Der Industrial Data Space soll eine branchenübergreifende, sichere Vernetzung in einem offenen Datenraum ermöglichen. Unternehmen behalten dabei die Kontrolle über ihre Daten.

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Unterzeichner des Memorandum of Understanding zur Gründung des Vereins Industrial Data Space (Bild: Fraunhofer)

In der vergangenen Woche hatten sich dazu Vertreter der drei Interessensgruppen in Berlin getroffen und ein „Memorandum of Understanding“ zur Gründung des Vereins Industrial Data Space unterzeichnet. Zu einem Datenaustausch zwischen zertifizierten Partnern kommt es darin nur dann, wenn diese für einen Mehrwertdienst benötigt werden. Weiterhin bilden die Datendienste des Industrial Data Space die Basis für die Entwicklung eigener Mehrwertdienste. Unternehmen sollen ihre Daten zudem mit öffentlichen Datengütern kombinieren können: zum Beispiel Wetter-, Verkehrsinformationen oder Geo-Daten sowie semiöffentliche Daten, etwa von einer spezifischen Wertschöpfungskette.

In dem vorwettbewerblichen Förderprojekt „InDaSpace“ wollen Fraunhofer-Wissenschaftler in den kommenden drei Jahren ein Referenzarchitekturmodell entwickeln und werden Anwendungsfälle pilotiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit rund 5 Millionen Euro.

(as)

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